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„Glück auf zum Fischen?" wiederholte der Abt immer mehrverwundert und ärgerlich; „bei meinem Heiligthum, er ist be-trunken, und kommt vor unsere Augen mit seinen lustigen Wersenin der Kehle? Wenn Wasser und Brod seine Thorheit heilenkann-"
„Mit Berlaub, ehrwürdiger Vater," sprach der Subprior,„Wasser hat unser Bruder genug bekommen, und mir däucht,die Verwirrung in seinem Auge rührt eher von Schrecken her,als von irgend Etwas, das seinein Stande nicht ziemt. Wohabt Ihr ihn gefunden, Ruprecht Müller?"
„Erlauben Ew. Ehrwürden, ich wollte eben die Mühlschleußezumachen, und wie ich so hinging, die Schlcuße zuzumachen, dahört' ich Etwas in meiner Nähe ächzen, aber ich dachte, es wär'eins von den Schweinen des Gilg Fletcher — denn, mit Verlaubzu sagen, er macht nie sein Thor zu. Also nahm ich meinen Hebel,und wollte eben — Heilige Marie, vergieb mir — zuschlagen da,wo ich den Laut hörte; da wollten die Heiligen, daß ich das zweiteAcchzcn hörte, gerade wie von einem lebendigen Menschen. Alsorief ich meine Knappen und fand den Pater Küster naß und be-sinnungslos an der Wand unseres Backofens liegen. Wie wir ihnein Bißchen zu sich gebracht hatten, bat er, wir möchten ihn zuEw. Ehrwürden bringen; aber ich glaub', unterwegs muß es ihmim Kopf gewesen sein, als wenn eine Glocke darin nachschwirrtc;erst hier hat er etwas verständlicher gesprochen."
„Gut!" sprach Bruder Eustachius, „Du hast wohl gethan,Ruprecht; jetzt geh' und merk' Dir für ein ander Mal, daß Duinne hältst, ehe Du im Finstern zuschlägst."
„Erlauben Ew. Ehrwürden," sprach der Müller; „ich willmir's zur Lehre dienen lassen, nicht wieder einen heiligen Mannfür ein Schwein zu halten, so lang' ich lebe." Und er machteeine demüthige Verbeugung und entfernte sich.