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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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neben den Bordeauxkrug. In diesem Augenblick trat PaterEustachius ein.

Es war ein schmaler, schwächlich gebauter Mann mitscharfen Gesichtszügen. Seine grauen Augen schienen gewisser-maßen den, mit welchem er redete, durch und durch zu sehen.Sein Körper war abgemagert nicht nur durch die Fasten, welcheer mit strenger Pünktlichkeit beobachtete, sondern auch durchrastlose geistige Thätigkcit:

Ein Feuergeiit, der seine Bahn sich brach.

Jndeß der beib der Anstrengung erlag, ,

Mehr leistend als das schwache Fleisch vermag.

Er trat mit der klösterlichen Verbeugung vor den Abt hin.Ais ste so einander gegenüber standen, ließ sich kaum eine größereVerschiedenheit in Gestalt und Ausdruck denken. Das gutmüthigerosige Antlitz und lächelnde Auge des Abtes, welches selbst durchseine gegenwärtige Verlegenheit nicht sehr verdüstert war, bildeteeinen wunderbaren Gegensatz zu den schmalen blassen Wangen undzu dem durchdringenden Blick des Mönches, dessen reger und klarerGeist seinen Augen einen übernatürlichen Glanz zu verleihen schien.

Der Abt begann die Unterhaltung damit, daß er den Möncheinen Stuhl nehmen hieß und ihm ein Glas Wein anbot. DasAnerbieten ward achtungsvoll abgelehnt, doch nicht ohne dieBemerkung, daß der Abcndgottcsdicnst vorüber sei.

Um des Magens willen, Bruder," sprach der Abt, etwaserrölhendIhr kennt ja den Text."

Es ist ein gefährlicher Genuß in der Einsamkeit oder zuspäter Stunde. In der Entfernung von menschlicher Gesellschaftist der Rebensaft ein schlimmer Gesellschafter, und darum meid'ich ihn stets."

Abt Bonifacius hatte sich einen Becher vollgeschenkt, deretwa eine halbe Flasche halten mochte; aber sei es nun, daß die