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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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Vornehmlich mit den Mönchen von S. Maria hatte derWärter wegen seiner Gebühr zu rechten. Die heiligen Männerverlangten und erlangten am Ende den unentgeltlichen Ucbcrganazum großen Verdruß des Brückenwächtcrs. Als sie aber dieselbeFreiheit auch für die zahlreichen Pilger in Anspruch nahmen,welche zu ihrem Heiligthum wallsahrtetcn, stellte sich der Wächterauf die Hinterfüße und ward von seinem Herrn in seinem Wider-stand bestärkt. Der Streit ward heftig von beiden Seiten; derAbt drohte mit dem Bann, und der Brückenwart, obwohl außerStand, Gleiches zu thun, ließ jeden Mönch, der hinüber oderherüberging eine Art Fcgfcuer ausstehen, bis er ihm den Ueber-gang gestattete. Dies war ein großer Ucbelstand, und dieser Uebel-stand würde noch ärger gewesen sein, wenn man nicht bei ge-wöhnlichem Wetter den Fluß hätte durchwaten können.

Es war, wie bemerkt, eine schöne Mondnacht, a's PaterPhilipp sich dieser Brücke näherte, deren eigcnthümliche Bauarteinen Begriff von der Unsicherheit jener Zeiten gibt. Der Flußwar nicht stark angeschwollen, jedoch über der gewöhnlichen Höhe, es war schweres Wasser, wie es dort zu Land heißt,

Die Spuren dieser ungewöhnlichen Art von Brücke sind noch vor-handen und der Verfasser hat oft die Grundmauern der Säulen gesehenwenn er Nachts den Tweed hinabfuhr zum Salmenstich bei Fackelschein.Herr Johann Mercer von Bridge-end erinnert sich, daß vor etwa fünf-zig Jahre» die Pfeiler noch über dem Wasser sichtbar waren, und derverstorbene Herr David Kpie im Gasthof zum Georg zu Melrose, hat demVerfasser erzählt, daß er einen aus dem Fluß gehobenen Stein gesehenhabe mit einer Inschrift, die verdeutscht folgendermaßen lauten würde:Ich, Herr Hans Pringle von PalmerstadsGeb' hundert Mart aus gutem GemüthZum Bau meiner Brucken über Tweed.

Pringle von Galashicls, später von Whytbank, war der Herr der Brücke.