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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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steinigen Flächen zu Tage liegen läßt, welche die Ufer so manchengepriesenen schottischen Stromes entstellen.

Der Mönch, unempfindlich für Schönheiten, welche das Zeit-alter nicht für beachtungswerth hielt, freute sich nur, wie einkluger Feldherr, aus der Schlucht heraus zu sein, in welcher derFeind ihn hätte beschleichen können. Er zog dem Zügel an undließ sein Maulthier seinen natürlichen bequemen Paß gehen, anstattdes bisherigen erschütternden kurzen Trabs, wischte seine Stirn abund blickte behaglich nach dem vollen Mond, welcher sein Licht mitdem der Abendrötye vermischend, jetzt über Feld und Wald, undDorf und Burg ausging und vornehmlich über der stattlichen Abtei,die sich fern und undeutlich im Schein des gelben Lichtes zeigte.

Das schlimmste Stück dieser prächtigen Ansicht war in denAugen des Mönchs, daß das Kloster auf der entgegengesetzten Seitedes Flusses stand, und daß von den vielen schönen Brücken, dieseitdem über diesen klassischen Strom gebaut worden sind, damalsnicht eine vorhanden war. Dafür gab es eine andere, welcheseitdem verschwunden ist, obwohl ihre Trümmer noch von forschendenAugen ausfindig gemacht werden können. Sie hatte eine sonderbareGestalt. Zwei starke Strebepfeiler erhoben sich auf beiden Seitendes Flusses an einer Stelle, wo derselbe besonders schmal war.Auf einem Felsen mitten im Strom war ein Mauerwerk errichtet,in Form eines Brückenpfeilers, und wie ein solcher Pfeiler miteinem Winkel gegen den Strom. Das Mauerwerk war massivdis dahin, wo der Pfeiler die Höhe der beiden Strebepfeiler amUfer erreichte. Weiter hinauf nahm es die Gestalt eines Thurmcsan. Das untere Stockwerk dieses ThurmeS bestand lediglich auseinem gewölbten Thorweg. Bor beiden Eingängen dieses Thor-weges hing je eine Zugbrücke, mit Gegengewichten, welche, wennsie Herabgelaffen wurde, mit ihrem Ende auf dem gcgenüberstehendcnStrebepfeiler ruhte und so den Thorweg mit dem User verband.