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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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die Tochter des Verstorbenen. Der Philosoph des AltcrthumSwollte von einer Erörterung mit dem Kaiser, der über zwanzig Le-gionen gebot, Nichts wissen; so war auch die Wittwe von Avcnelnicht in der Verfassung, einen Streit mit dem Führer von zwanzigMooskleppern auszumachen. Julian war ein Kriegsmann, derim Fall der Notk einem Freund beistchen konnte, und der dafür ge-wiß war, auch für sich Beschützer unter den Mächtigen zu finden.Kurz, so klar auch das Recht der kleinen Marie auf die Besitzungenihres Vaters war, ihre Mutter sah ein, daß sie, wenigstens füreine Zeitlang, der Anmaßung ihres Oheims weichen mußte.

Ihre Geduld und Nachsicht brachte ihr in so weit einigenBortheil, daß Julian sich doch schämen mußte, sie ganz derMildthäligkcir von Elspeth Glendinning zu überlassen. EineHeerde Kühe und ein Stier (welche vermuthlich von einem eng-lischen Pächter vermißt wurden) trafen als ein Geschenk Juliansauf der Weide von Glendcarg ein; auch Kleider, Hausrath undund etwas Geld ward geschickt — letzteres sparsam, da Leutewie Julian leichter zu Gut als zu Geld kommen konnten unddarum auch ihre Zahlung meist in Gut leisteten.

Mirrlcrweile hatten die beide» Witteren von Walter Avenelund von Simon Glendinning sich an einander gewöhnt und warengar nicht geneigt, sich zu trennen. Die Freifrau durfte nichtdarauf rechnen, eine sicherere Wohnung zu finden, als den Thurmvon Glendcarg, und außerdem war sie jetzt auch im Stand, daSIhrige zur Haushaltung beizutragen. Auf der andern Seitefüblte Elspeth sich geehrt und behaglich in der Gesellschaft einerFrau von solchem Rang und war stets bereit, ihr größere Achtungzu beweisen, als diese gestatten wollte.

Martin und sein Weib dienten beiden Familien treulich inden ihnen angewiesenen Geschäften und gehorchten beiden Frauen,wiewohl sie sich stets doch als die eigentlichen Diener der FreifrauKloster r. 7