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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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Als sie wieder auf festen Boden kamen, erkannte Martinverschiedene, als Markzcichen dienende, Steinhaufen auf dennahen Höhen, welche ihn in Stand setzten, sich zurecht zu finden,und nicht lange währte es, so langten sie bei dem Thurm vonGlendearg an.

Beim Anblick dieser kleinen Feste fühlte die arme Frau vonAvenel recht bitter ihr Elend. Sie gedachte, mit welcher tiefenEhrfurcht sonst beim Zusammentreffen in der Kirche, auf demMarkte oder stonst an öffentlichen Plätze» die Hausfrau des ge-ringen Hintersassen der Gemahlin des kriegerischen Freiherrn be-gegnet war. Und jetzt war ihr Stolz so sehr gedemüthigt, daßfic bitten mußte, die zweifelhafte Sicherheit eben dieser Hinter-saffenwittwe theilen zu dürfen, und ihren vielleicht noch zweifel-hafteren Unterhalt. Martin mochte vermuthen, was in ihrerSeele vorging, denn er sah sie bedeutungsvoll an, gleichsam bit-tend, sie möge ihren Entschluß nicht ändern. Sie aber, seineGedanken erralhend, sprach mit dem letzten Blick gedemüthigtenStolzes:handelte es sich bloß um mich, dann müßt' ich sterben;aber es gilt dies Kind, das Einzige was mir von Avenel nochgeblieben ist"-

Ja wohl, gnädige Frau," fiel Martin ein, und, als wollteer einem Widerruf ron ihrer Seite Vorbeugen, fügte er hinzu:Ich will hingehen zu Dame Elspeth, ich Hab' ihren Eheherrnwohl gekannt, Hab' von ihm und er von mir gekauft, so ein an-gesehener Mann, wie er auch war."

Martin hatte bald seine Botschaft ausgerichtet und fanddie herzlichste Aufnahme. Die Frau von Avenel war sanft undartig zur Zeit ihres Wohlstandes gewesen, um so größere Theil-nahme fand sie nun im Unglück. Es mußte der Eitelkeit Elspeth'sschmeicheln, einerFrau von so viel höherem Rang und Stand Zufluchtund Unterhalt zu gewähren; aber um Glendinning'S Wilrwe nicht