ein verehlichter Mann, alt und gesetzt; gebt ihm zu essen, wasIhr wollt, aber nicht zu viel starke Getränke."
Dame Glendinning bot nochmals Erfrischungen an, abermit zitternder Stimme und mit dem augenscheinlichen Wunsch,daß ihr Erbieten nicht angenommen werden möge. Denn inder Meinung, daß der Englänger eben so viel auf ihre Kinderhielte, wie sie selber, (ein bei Eltern gewöhnlicher Jrrthum)fürchtete sie halb und halb, das Wohlgefallen, welches er in seinerderben Weise ausgedrückt hatte, möchte am Ende dazu führen,daß er wirklich eins der lieben Kinder mitfortnähme. Sie hieltsie an den Händen fest, gleich als ob ihre schwache Kraft etwasgegen Gewalkthätigkeit hätte helfen können. Sie konnte ihreFreude nicht verhehlen, als der Trupp umschwenktc, um dieSchlucht wieder hinab zu reiten. Jbre Empfindungen entgingenStawarth's Aufmerksamkeit nicht. „Ich vergebe Euch," spracher, „den Verdacht, daß ein englischer Falke über Eurer Moorbeutgeflattert habe. Seid unbesorgt; je weniger Kinder je wenigerKümmernisse; ein vernünftiger Mann begehrt nicht fremde Kinder.Ade, Dame; wenn der schwarzäugige Dieb da einmal im Standist, Beute aus England zu holen, dann lehrt ihn, Weiber undKinder zu schonen, sei es auch nur um Stawarth Bolton's willen."
„Gott sei mit Euch, edler Südländer," sprach ElspethGlendinning, dem davsneilenden Hauptmann nachblickend, dessenFederbusch und Rüstung in der Ferne schimmerte und allmähligverschwand, während der Trupp die Schlucht hinabzog.
„Mutter," sagte der ältere Knabe, „ich will nicht Amensagen zu einem Gebet für einen Südländer."
„Mutter," fragte mit mehr Ehrerbietung der Jüngere, „ist'srecht, für einen Ketzer zu beten?"
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