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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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hinaufschlängelnd, der Landschaft Schönheit und Mannigfaltigkeitverlieh. Oberhalb dieser zerstreuten Gehölze starrten mit Haide-kraut bewachsen die Kuppen empor, deren dunkelrvthe Färbung,besonders im Herbst, prächtig abstach gegen das mannigfaltigeGrün der Eichen, Buchen, Bergeschen, Dornen, Erlen und Espenauf dem Abhang, und gegen den sammetgrünen Nasen untenim Grunde.

Die Gegend hatte ihre Schönheiten, und wenn dieselbenauch nicht erhaben und großartig genannt werden und für eigent-lich malerisch und ergreifend gelten konnten, so verfehlte dochdie völlige Einsamkeit des Ortes nicht, einen eignen Eindruckauf den Wanderer zu machen. Die Ungewißheit, wohin solch«in wilder Weg führt, regt die Einbildungskraft mehr auf, alsdie Herrlichkeit einer Prachtlandschaft, in welcher man weiß wieweit man bis zum Wirthshaus hat, wo das Mittagessen bestelltist und so eben bereitet wird. Das sind freilich Vorstellungeneines späteren Zeitalters, denn in den Tagen, von welchen wirhandeln, waren die Begriffe von malerisch, prächtig, erhaben mitihren Abstufungen den Bewohnern und gelegentlichen Besuchernvon Glendearg völlig fremd. Für sie knüpften sich an den Ortandere, der Zeit entsprechende, Empfindungen.

Der Name Glendearg, welcher Noththal bedeutet, scheintnicht bloß von der Purpurfarbe des blühenden Haidekrauts aufden Höhen, sondern auch von der dunkelrothen Farbe der thcilsfelsigen thcils lehmigen Ufer herzurühren. Aehnliche Umständehaben denselben Namen einer andern Schlucht in der Nähe desEltrickskopses verschafft, und vermuthlich findet er sich auchsonst noch in Schottland.

Da unser Glendearg keinen Uebcrfluß an sterblichen Be-suchern hatte, so war der Aberglaube bedacht gewesen, seineWinkel mit Wesen aus einer anderen Welt zu bevölkern.