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fchaft aus ihren elenden Hüllen, die rings um die Thürme lagen,herbei, um diese Vertheidigungswerke zu besetzen. Es war dann nichtso ganz leicht für einen feindlichen Trupp, in das Dorf cinzudringen,denn die Leute waren im Gebrauch des Bogens und der Büchsengeübt, und die Thürme standen so, daß die Schüsse von dem«inen die von dem andern kreuzten, so daß es nicht möglich war,«inen allein ungehindert anzugrcistn.
Das Innere der Thürme sowohl, wie der Hütten war in derRegel ziemlich armselig, denn es wäre thöricht gewesen sie in einerWeise auszustaltcn, welche die Habgier der gesetzlosen Nachbarnhätte reizen können. An den Leuten selber hingegen bemerkte maneinen Grad von Wohlstand und Kenntniß, wie man kaum hätteerwarten sollen. Das Jnfeld lieferte ihnen Brod und Hausbier,die Hcerden Rind-und Hammelfleisch, — denn Lämmer oder Kälberzu schlachten ließ man sich nicht einfallen. Im November schlachtetejede Haushaltung einen fetten Ochsen, dessen Fleisch für den Wintereingesalzen wurde. Bei feierlichen Gelegenheiten konnte die Haus-frau auch wohl eine Schüssel Tauben oder einen fetten Kapaun auf-rragen. Der schlecht bebaute Garten lieferte „Langkohl," der FlußLachs als Leckerbissen in der Fastenzeit.
An Feuerung fehlte cs nicht, denn die Moore gewährten Torfund oic Reste der übel behandelten Wälder Holz zum Brennen so-wohl wie zum Bauen. Zum Ueberfluß zog der Hausvater zuweilenin's Gehölz und erlegte mit seiner Armbrust oder Büchse ein StückRothwild; und der Pater Beichtiger versagte selten Absolution fürdas Vergehen, wenn er gebührend eingeladen wurde, seinen Antheilvon dem dampfenden Ziemer zu nehmen. Keckere machten auchwohl mit ihren Hausgenossen oder in Gemeinschaft mit denMooskleppern, „einen An- und Ueberlauf," wie es die Hirtennannten, und der Goldschmuck und die seidenen Hauben der Frauen