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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
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geschickt sie auch Andere täuschte, doch sich selbst nicht ganzhintergeben konnte. Das war ein starker Beweis für die Ge-sundheit ihres Verstandes; ans der andern Seite schien indcßder Umstand, daß sie sich der Schuld des Vatcrmordes an-klagte, so überspannt und unwahrscheinlich, daß, nach Mor-daunts Meinung, dadurch ein großer Zweifel an der Wahrheitihrer übrigen Behauptungen entstehen mußte.

Er hatte Muße genug, über diese Einzelnheiten mit sichin's Klare zu kommen, denn Niemand näherte sich dem einsa-men Gebäude, dessen Bewohner nur aus Norna, ihrem Zwergeund ihm selbst bestanden. Die Insel Hoy, auf welcher es lag,ist rauh, schroff und -och, oder besteht vielmehr ganz aus dreiHügeln, nämlich einem großen Berge, welcher drei Spitzen hat,mit einer Menge von Kluften, Spalten und Thälern, die vonseinem Gipfel in die See hinabgeben. Dieses Berges Kamm,der sich sehr hoch erhebt und in beinahe unersteigliche Felsenzersplittert ist, sammelt die Nebel um sich her, wenn sie vondem atlantischen Meere Herkommen, und gewährt dem mensch-lichen Auge oft unsichtbar einen dunkeln und ruhigen Zufluchts-ort für die Falken, Adler und andere Raubvögel.

Der Boden der Insel ist feucht, moosig, kalt und unfrucht-bar, und hat überhaupt ein dürres, ödes Ansehen, ausgenom-men da, wo die Ufer der kleinen Gießbäche, oder die Berg-schluchten, mit Zwerggebüsch von Birke», Haselnuß und wildenJohannisbeeren besetzt sind, von denen einige eine solche Höheerreichen, daß sie in diesem kalten nackten Lande den Namen Mine verdiene» könnten.

Die Aussichten vom Meeresufer, welches Mordaunts Lieb-lingsspaziergang geworden war, als seine wiederhergcstellteGesundheit ihm körperliche Bewegung »erstattete, hatte Reize,welche für das wilde Aussehen des Innern entschädigten. Ein