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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
Seite
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Mehrere Tbcile dieses verfallene» Gebäudes könnten (mitgehöriger Abänderung) sehr wohl zu Mustern für ein Hansim gothischcn Style diene», wenn die Baumeister sich daraufbeschränken wollten, das nachzuahmcn, was in dieser Bauartwirklich schön ist, statt eine bunte Musterkarte der launenhaf-te» Eigenihümlichkeiten dieser Ordnung zu geben, und dabeiden militärischen, geistlichen und häuslichen Styl aller Zeit-alter durcheinander zu werfen, und dazu noch Einfälle undZusammensetzungen von ihrer eigenen Erfindung,alle ausdes Baumeisters Gehirn entsprungen", zu geben.

Der Grafenpalast nimmt drei Seiten eines länglich-viereckigen Platzes ein, und hat, selbst noch in seinen Trümmern,das Ansehen eines zierlichen, wenn gleich festen Gebäudes, das,wie es bei den Wohnungen der Lehnsfürsten der Fall war, dieEigenschaften eines Palastes und eines Kastells vereinigte. Eingroßer Prunksaal, welcher mit mesfrercn runden oder Thurm-zimmern in Verbindung stand, und der an jedem Ende einenungeheuer» Kamin hatte, zeugte von der alten nordischen Gast-freundschaft der Grafen von Orkney, und steht, fast wie nachneuerem Geschmacke, mit einer Gallcrie oder Nebenzimmernvon ähnlichen Verhältnissen in Verbindung, das ebenfalls seinThurmchen hat, wie der große Saal. Dieser wird durch eingroßes schönes Fenster mit steinernen Rahmen erleuchtet, undman gelangt zu demselben auf einer große)! und zierlichenTreppe, welche ans drei Absätzen von steinernen Stufen besteht.Die äußeren Zierrathcn und Verhältnisse des alten Gebäudessind ebenfalls sehr schön; da aber dieses Ueberbleibsel der Prachtund Größe der Grafen, welche sich d e Gewalt so wie dieWürde kleiner Fürsten anmaßten, nicht gegen das Wetter ge-schützt ist, so verfällt es jetzt sehr schnell, und hat seit der Zeit,zu welcher sich unsere Geschichte zutrug, bedeutend gelitten.

Pirat. III. 4