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„Seht einmal, Base," sagte der Udallar, mit seiner ge-wöhn ichen Freimüthigkeit nnd Derbheit in Art und Ton, „ichmuß Euch gerade heranssagen, daß Eure Höflichkeit nichtroher und kälter sein kann, als sie ist. Ich habe zwar nieeine Otter gesehen, da es hier zu Lande keine gibt, aber wasmeine eigenen Gedanken betrifft, was so ein Ding wohl seinmöchte, so kann ich das als keinen schicklichen Vergleich fürmich oder meine Töchter annehmen, und das ist es, was ichEuch sagen wollte. Aus alter Bekanntschaft und aus gewis-sen andern Ursachen verlasse ich Euer Haus nicht auf derStelle; da ich aber in aller Güte und Höflichkeit bergekomme»bin, so bitte ich Euch, mich auch auf gleiche Weise aufzuneh-men, denn sonst wollen wir gehen, und Eurer ungastlichenSchwelle die Schande lassen."
„Wie?" sagte Norna, „wagt Ihr es, eine so kühne Sprachein dem Hause Jemandes zu führen, den Alle, den Ihr selbstum Rath zu fragen kommt? Wer zu der Reimkennarspricht, muß seine Stimme vor der mäßigen, vor welcher Windund Wellen sich legen."
„Wind und Wellen mögen sich legen, wenn sie wollen,"erwiderte der entschiedene Udallar, „aber ich nimmermehr. Ichspreche in dem Hause meiner Frennde wie in meinem eigenen,und streiche vor Niemand die Segel."
„Und hofft Ihr, mich durch die Rohheit zu zwingen, EureFragen zu beantworten?"
„Base," erwiderte Magnus Troil, „ich bin zwar in denalten norwegischen Sagas nicht so bewandert, wie Ihr, aberdas weiß ich, daß, als die Kämpen vor geraumer Zeit nochdie Wohnungen der Beschwörerinnen und Seherinnen besuch-ten, flc, mit der Streitaxt auf der Schulter und das guteSchwert gezogen in der Hand, hereinkainen, und die Macht,