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ein Glücksritter, ein Abenteurer, ein Buccani'er, oder wenn Jbres bei dem rechten Namen nennen wollt, ein Pirat war,Geringeres erwarten, als was ich Euch erzählt habe?"
„Ihr habt nur zn Recht," sagte Minna; „Alles das hätteich vorauSsehen können, und ich weiß nicht, was ich Anderes er-wartet haben sollte. Allein es schien mir, als ob ein Krieg gegendie grausamen und abergläubischen Spanier etwas Edles, Großeshätte — Etwas, das das schreckliche Gewerbe, dem Ihr so ebenseinen wahren und furchtbaren Namen gabt, auf eine höhereStufe stellte. Ich glaubte, daß die unabhängigen Krieger deswestlichen Oceans, welche gleichsam aufgestanden sind, um dieUnbilden so mancher gemordeten und geplünderten Stämme znrächen, etwas von einer höheren Erhebung an sich tragen müß-ten, wie jene Söhne des Nordens, deren lange Galeeren an somanchen Küsten die Bedrückungen des entarteten Roms rächten...das dachte, das träumte ich, — ich bin erwacht und enttäuscht.Euch messe ich jedoch die Verirrungen meiner eigenen Einbildungs-kraft nicht bei. Lebt wohl, wir müssen uns jetzt trennen."
„So sagt mir wenigstens," cntgegnete Cleveland, „daß Ihrmich nicht haßt, weil ich Euch die Wahrheit gesagt habe."
„Ich muß Zeit zur Uebcrlegung haben," erwiderte Minna,„Zeit, um zu erwägen, was Ihr mir gesagt habt, che meineGefühle mir selbst klar werden. So viel kann ich aber schon jetztsagen, daß der, welcher durch Blut und Grausamkeiten nurauf die Erreichung des schändlichen Zweckes, des Raubes, aus-geht, und der das, was in seiner Seele noch von Gewissenzurückgeblieben ist, unter dem äußern Scheine größerer Schlicht-heit verbergen muß, der Geliebte nicht ist, und nicht sein kann,den Minna Troil in Cleveland zu finden erwartete, und wennsie ihn noch liebt — so muß sie ihn als einen Büßenden lieben,nicht als einen Helden." .