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„Die schwarze Fahne auf dem Castell von Scalavay anfzu-pflanzen," sagte Cleveland, ihren Ton und Ausdruck nachahmend,„und Euren Vater als Graf Magnus den Ersten ansznrnfen!"
„Graf Magnus den Siebenten, wenn es Euch beliebt," er-widerte Minna, „denn sechs seiner Vorfahren haben schon vor ihmdie Grafenkrone getragen — Ihr lacht über meine Bewegung,aber wo ist irgend etwas, was das Alles verhindern könnte?"
„Nichts wird es verhindern, weil es nie unternommenwerden wird; aber jedes Ding, das dem Langbootc einesenglischen Kriegsschiffes ähnlich ist, könnte es verhindern."
„Ihr spottet unserer," erwiderte Minna, „allein Ihr selbstwerdet am besten wissen, was einige wenige entschlossene Leuteansrichten können."
„Ja, Minna, aber sie müssen bewaffnet sein, und entschlos-sen ihr Leben an jedes Wagestück setzen. Macht Euch nichtsolche Traumbilder. Dänemark ist zu einem Königreiche zweiterGröße herabgesunken, das gegen England keine einzige volleLage wagen kann, und auf diese» Inseln ist die Liebe zur Unab-hängigkeit durch lange Unterdrückung entweder schon ganz er-loschen, oder sie zeigt sich nur in einigen Klagen bei der Bowleoder der Flasche, zwischen den Zähnen gebrummt. Und wennauch Eure Leute so tapfere Krieger wären, als ihre Vorfahren,was könnte die unbewaffnete Mannschaft einiger weniger Fischer-boote gegen die brittische Seemacht ansrichten? Denke nichtmehr daran, süße Minna, es ist ein Traum, und ich muß ihnso nennen, so sehr deine Augen dabei blitzen, so stolz auchdein Schritt dabei werden mag."
„Ja es ist ein Traum!" sagte Minna, indem sie zur Erdeniedersah, „und es ziemt sich nicht für eine Tochter des Hialt-landcs, wie ein freies Weib ansznsehen, oder sich zu bewegen;— unser Auge sollte zu Boden geschlagen — unser Schritt