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3 (1851) Der Pirat
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gerechte Ursache zum Unwillen hatte. Brüstet Euch also mitEurer That nickt zu sehr, mein guter Freund, damit ich nichtglauben muß, daß sie Euch zu große Ueberwiudung gekostethabe. Ick weiß, das Ihr Mordaunt Mertoun nicht liebt, ob-gleich Ihr Euer Leben gewagt habt, das seine zu retten."

So wollt Ihr mir denn gar keine Entschädigung für dielange Pein gewähren, die das allgemeine und bestimmte Ge-rücht mir verursacht hat, daß dieser nnbärtige Bogeljägerzwischen mir und dem stehe, was mir aus Erden das höchsteGut ist die Zuneigung Minna Troils?"

Er sprach diese Worte mit einem leidenschaftlichen undzugleich einschmeichelnden Tone, und seine ganze Sprache undWeise schienen eineAnmnth und Zierlichkeit zu verrathen, welcheden auffallendsten Gegensatz zu der Rede und den Geberdcndes rohe» Seemannes bildeten, die er gewöhnlich annahm oderzeigte. Allein seine Entschuldigung genügte Minna nicht.

Ihr wußtet," sagte sie,und vielleicht nur zu bald und zuwohl, wie wenig Ihr zu fürchten hattet, wenn Ihr überhaupt jecs fürchtetet, daß Mertoun oder irgend Jemand anderes, MinnaTroll etwas gälte. Nein, keinen Dank, keine Betheucrungcn;ich würde es als den größten Beweis Eurer Dankbarkeit ansehen»wenn Ihr Euch mit diesem Jünglinge versöhnen, oder doch wenig-stens alle Veranlassung zum Zwiste mit ihm vermeiden wolltet."

Daß wir je Freunde werden sollten, Minna, ist unmög-lich," erwiderte Clcveland;selbst die Liebe, die ich zu Euchhege, die mächtigste Regung, die mein Herz je kannte, würdedieses Wunder niemals bewirken können."

Und warum nicht?" sagte Minna.Ihr habt einandernicht beleidigt, sondern euch vielmehr gegenseitig die größtenDienste erwiesen; warum solltet ihr also nicht Freunde werdenkönnen? Ich habe mehr als einen Grund, dieß zu wünschen."