Folgen derselben! — Am Morgen war das Zimmer vollerstickender Dünste — mein Vater war todt — ich war dieUrsache seines Todes gewesen — mein Ungehorsam — meineSchande hatte» ihn getödtet! Alles, was nnn folgt, ist Nebel»nd Dunkelheit — ein erstickender, erdrückender, tödtenderNebel umhüllt Alles, was ich sagte und that, bis ich mich über-zeugte, daß mein Schicksal unwiderruflich beschlossen sei, undich als das unruhige und furchtbare Wesen hervortrat, dasihr jetzt in mir seht — die Königin der Elemente — die Theil-nehmerin an der Macht jener Wesen, denen der Mensch undseine Leidenschaften ein so grausames Vergnügen gewähren, alsdie Qualen eines Seehundes dem Fischer, wenn er ihm dieAugen mit Dornen aussticht, und ihn dann in sei» heimath-liches Element zurückwirft, die Wogen in Blindheit und Todes-kampf zu durcheilen. Nein, Mädchen, die, welche ihr vor euchseht, nimmt au den Thorheiten nicht mehr Theil, denen eureGemüther noch zum Spiele dienen. Ich habe das Opfer ge-bracht — ich bin cs, die den Geber der Gabe des Lebensberaubt, die er mir gegeben — der dunkle Spruch ging durchmeine That in Erfüllung — und ich bi» ausgeschlossen vonder Menschheit, um ein ausgezeichnet mächtiges, aber auchausgezeichnet elendes Wesen zu sein."
Bei diesen Worten flammte die Lampe, welche lange geflackerthatte, auf einmal hell empor, und schien dann im Begriff, zuerlöschen. Norna hielt auf einmal inne, und sagte hastig: „Nnnnichts weiter — er kommt, er kommt — genug nun, daß ihr michkennt —und wißt, welches Recht ich habe, euch zu rathen und zugebieten. — So nähere dich jetzt, stolzer Geist, wenn du willst!"
Mit diesen Worten löschte sie die Lampe aus, und schrittaus dem Zimmer, mit ihren gewöhnlichen Schritten, die Minnadurch ihren abgemessenen Ton noch lange uachhallcn hörte-