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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
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»DerDämon blickte mich mürrisch an, als ob er erzürnt undbetroffen zugleich wäre, hüllte sich dann in einen dichten undschwcfclartigen Dunst, und verschwand. Bis jetzt hatte ich keineAnwandlung von Furcht gespürt, nun aber ergriffne mich plötzlich.Ich stürzte in daö Freie hinaus; der Sturm war vorüber, undAlles klar und heiter. Nach einem kurzen, athemloscn Verweileneilte ich nach Hause, den Worten der Erscheinung uachdenkcnd,auf die ich mich damals, wie es oft geschieht, bei weitem nichtso gut besinnen konnte, als ich es nachher vermocht habe.

Es wird euch vielleicht sonderbar Vorkommen, daß eine Er-scheinung der Art aus meiner Seele so ganz habe entschwindenkönnen, wie ein Traumgcsicht und dach war es so. Ich fingan, zu glauben, daß sie ein Werk der Einbildung gewesen seiich meinte, ich hätte zu viel in der Einsamkeit gelebt, und denGefühlen, welche meine Lieblingsstudien mir einflößten, zu sehrnachgegeben. Ich entsagte diesen eine Zeitlang, und suchte denUmgang junger Leute meines Alters. Einst war ich in Kirkwallzum Besuch, und lernte dort euer» Vater kennen, den Geschäftedahin geführt hatten. Es ward ihm nicht schwer, Eingang bei demVerwandten zu finden, bei dem ich wohnte, und der es sehnlichstwünschte, den Zwist auszugleichen, welcher unsere Familie von ein-ander getrennt hatte. Euer Vater, Mädchen, ist durch seine Jahrewohl unbiegsamer geworden, allein sie haben ihn äußerlich wenigverändert. Er hatte auch damals dasselbe männlicheWesen, dieselbealtnvrwegische Geradheit der Sitte und des Herzens, denselbenfreien Mnth, dieselbe Rechtlichkeit bei einer größeren jugendlichenGeschmeidigkeit, dem Wunsche, zu gefallen und gefällig zu sein, undderMunterkeit desGcistes, welche selten über unsere früherenJabrchinaus dauert. Obgleich er indeß nach dieser Schilderung sehrliebenswürdig war, und obgleich Erlaub mir schrieb und seine Liebebilligte, so gab es doch noch einen Andern einen Fremden, Minna,

Pirat. II. 7