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gleichen, die von den allen heidnischen Priestern gesungen wur-den, wenn das Opfer (nur zu oft ein menschliches) an denfurchtbaren Altar Odins gebunden wurde.
Endlich fuhren die beiden Schwestern ans dem Schlafe em-por, stießen einen lauten Schrei ans, umschlangen sich gegenseitig.Ihre Einbildungskraft hatte sie nicht ganz betrogen: die Töne,welche ihnen im Traume vorgeschwebt hatten, erklangen wirklich,und zwar in ihrem Gemache selbst. Sic erkannten die Stimmesogleich, aber wenn sic auch wußten, von wem sie kam, so war ihrErstaunen und ihre Furcht doch nicht geringer, als sie die wohl-bekannte Norna von Fitful-Head bei dem Kamine sitzen sahen,in welchem, während des Sommers, eine wohlgeputzte eiserneLampe stand, und im Winter ein Holz- oder Torffener brannte.
Sie war in ihr langes, weites Gewand von Wadmaalgehüllt, und beugte sich langsam über der bleichen Flamme hi»und her, während sie in.langsamem, traurigem und beinaheüberirdischem Tone Folgendes sang:
Meilen weit umber gezogen,
An dem Strand, am Meer bin ich:
Wo ich wandte, rnh'n die Wogen,
Stürmt und braus't es nicht um mich!
Wink' ich, muß die Fluth sich neigen,
Und die Brandung schweigt im Nu!
Könnt' ich nur dem Herzen zeigen,
Was da will die inn're Nuh!
Eine Stunde bleibt mir immer,
Wo ich klagen, weinen kann,
Wann noch glüht der Lampe Schimmer.
Lischt sie aus, vorbei ift'ö dann!
Meines Magnus Töchter, kommenMag Euch Heil! Die Flamme scheint!
Kann Euch meine Kunde frommen:
Wacher auf, daß Ihr nicht weint!