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3 (1851) Der Pirat
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Gehör gegeben, sich vorher überzeugt hat, daß ihre Mitteilungeine freundliche Aufnahme finden wird. Minna hatte bemerkt,was andern, weniger teilnehmenden Beobachtern entgangenwar, daß Clevcland namentlich in Brenda's Augen weit wenigergelte, als in den ihrigen, und Brenda ihrerseits glaubte wieder,daß Minna sehr voreilig und ungercchterweise sich den Vorurtei-len hingegeben hätte, welche bei ihrem Vater gegen MordauntMertoun entstanden waren. Jede von ihnen fühlte, daß siein denAugen ihrer Schwester nicht mehr das sei, was sie sonst gewesen,und diese Ucberzengung vermehrte auf unangenehme Weise dasPeinliche der übrigen Besorgnisse, mit denen sie zu kämpfen hat-ten, wie sie glaubten. Ihr Betragen gegen einander war, demScheine nach, und nach all' den kleinen Aufmerksamkeiten, worinsich die Liebe ansspricht, noch uncrmüdetcr liebevoll, als vorher.Beide überzeugt, daß ihre innerliche Zurückhaltung ein Bruch derschwesterlichen Einigkeit sei, schienen Ließ durch verdoppelte Auf-merksamkeit in Beweisen äußerlicher Zuneigung wieder gut ma-chen zu wollen, welche in früherer Zeit, wo sie nichts zu verber-gen hatten, hätten unterbleiben können, ohne daß daraus irgendeine Folgerung zu ziehen gewesen wäre.

Ganz vorzüglich fühlbar wurde den Schwestern die Abnahmeihres gegenseitigen Vertrauens an dem Abende, von welchemoben die Rede war. Die bevorstehende Reise »ach Kirkwall,und zwar zur Zeit des Marktes, wohin Leute aus allen Stän-den von den Inseln, entweder in Geschäfte», oder zum Ver-gnügen kommen, mußte eine bedeutungsvolle Begebenheit inihrem gewöhnlich so einfachen und einförmigen Leben werden,und noch vor wenigen Monaten würden Minna und Brenda diehalbe Nacht kein Auge geschloffen, sondern mit einander von demgeplaudert haben, was sich bei einem so wichtigen Anlasse allesereignen könne. Jept aber wurde die Sache nur so obenhin