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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
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nach einem Platze einschlng, wo er während seines früherengenaueren Umgangs mit den Bewohnerinnen von Burgh^Westramit eigener Hand einen wohlbcschatteten einsame» Sitz erbauthatte, auf welchem Magnus' Töchter bei gutem Wetter einengroßen Theil ihrer Zeit zuznbringen pflegten. An diesem Ortenun sollte die Erklärung erfolge», denn die Verlarvte bliebstehen, und setzte sich, nach einem Augenblicke des Besinnens,auf den ländlichen Sitz. Aber von wessen Lippen sollte er jeneErklärung erhalten? Zuerst fiel ihm Norna ein; allein ihrehohe Gestalt und ihr langsamer, majestätischer Gang warendurchaus verschieden von dem Wüchse und dem Gange der feen-haft gebauten Sirene, welche ihm mit so leichtem Schritte vor-ausgeeilt war, als sei sie eine wirkliche Nereide, die zu lange amUfer verweilte und nun, Amphitrite's Unwillen fürchtend, ihrangeborenes Element wieder zu erreichen eilte. Da es also nichtNorna war, so könnt' es, dachte er, nur Brenda sein, die ihnso herausgelockt batte, und als sse sich auf die Bank gesetzt unddie Maske abgenommen batte, fand er, daß es wirklich Brendawar. Mordaunt hatte in der That nichts gcthan, um ihreGegenwart fürchten zu müssen; und dennoch so groß ist dieMacht der Schüchternheit bei dem Zusammentreffen junger,unverdorbener Leute beiderlei Geschlechts empfand er jetzt dieganze Verlegenheit eines Menschen, welcher sich unerwartet einerPerson gcgenübersieht, die gerechte Ursache zum Unwillen gegenihn hat. Brenda's Verlegenheit war eben so groß, als dieseinige; da sie indeß diese Zusammenkunft herbeigcführt hatte,und fühlte, daß sie nur kurz sein dürfte, mußte sie nothge-drungen die Unterredung anfangen.

Mordaunt," sagte sie mit stockender Stimme, fuhr aberdann, sich verbessernd, fort:Es muß Sie befremden, Mr. Mer-toun, daß ich mir diese ungewöhnliche Freiheit genommen habe."