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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
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Die Nereiden und Wassernymphen, welche bei dieser Gele-genheit mit anftraten, zeigten, wie gewöhnlich, in ihren Klei-dungen und ihrem Schmucke bei weitem mehr Geschmack, alsihre männlichen Begleiter. Phantastische Gewänder, von grünerSeide und andere» kostbaren und modischen Stoffen, waren be-nützt worden, ihre Begriffe von den Bewohnerinnen des Wasserszu zeigen, und zugleich den Wuchs und die Gesichtszüge derSchönen in das beste Licht zu setzen. Die Schnüre von Muscheln,welche Hals, Arme und Knöchel der artigen Meerjnngfern schmück-ten, waren bei einigen mit echten Perlen durch stowten, und ihreErscheinung im Ganzen so, daß sie dem Hofe der Amphitritekeine Schande gemacht haben würden, vorzüglich wenn man dielangen glänzenden Locken, die blauen Augen, die zarte Gesichts-farbe und die angenehmen Züge der Töchter von Thule inErwägung zog. Wir wollen nicht behaupten, daß eine dieser an-geblichen Meerjungfern die wirklichen Sirenen so genau nachge-ahmt hätte, wie die Erklärer von den Begleiterinnen der Cleo-patra behaupten, welche, obgleich sie den Fischschwanz ihresOriginals annahmen, dennoch ihrEnde" oder zhrenSchwanz" die Ausleger wissen nicht genau, was, zu einem Schmuckemachten*). In der That würde cs, wenn ihre Aenßerlichkeitennicht ohne solchen Zusatz geblieben wären, den shetländischenSirenen sehr schwer geworden sein, den sehr artigen Tanz aus-zuführen, mit dem sie die Gesellschaft für den Zutritt erfreu-ten, den sie ihnen so willig gestattet batte.

Es wurde bald entdeckt, daß die Vcrlarvten keine Fremdenwaren, sondern ein Theil der Gäste, welche sich einige Zeit vor-der hinausgeschlichen und so verkleidet hatten, um eine kleineAbwechselung in die Fröhlichkeit des Abends zu bringen. Claud

'> Man sehe eine treffliche Erörterung dieser Stelle in ShakespearesBariorum.