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3 (1851) Der Pirat
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um ein Benehmen zu erklären, welches, wie wir gestehen, ineiner Erzählung wie die gegenwärtige durchaus unnatürlichscheinen kann, obgleich sie das allergewöhnlichste Ereigniß desmenschlichen Lebens ist; namentlich in sofern Minna scheinbarden Geschmack, das Talent und Gewandtheit eines jungen.Mannes überschätzte, der ihr seine ganze Zeit und Aufmerk-samkeit widmete, und dessen Huldigungen sie zu einem Gegen-stände des Neides für fast alle die andern jungen Mädchender zahlreichen Gesellschaft machte. Wollen unsere schonenLeserinnen sich die Mühe nehmen, ihren eigenen Busen zuRathe zu ziehen, so werden sie geneigt sein, zu gestehen, daßder ausgezeichnet gute Geschmack, den irgend ein Individuumbeweist, dessen Aufmerksamkeiten einem ganzen Zirkel vonNebenbuhlerinnen angenehm wären, das aber einen Gegen-stand erwählt, bei diesem, auf die Bedingung der Gegenseitig-keit, wenn auch keine andere, einen großen Theil der Gunstzu fordern berechtigt ist, wo nicht einen gleichen. Jedenfallstrifft es nicht uns, wenn man den Charakter unbeständig oderunnatürlich finden sollte, denn wir erzählen die Thatsachen,wie wir ste finden, und machen keinen Anspruch auf das Vor-recht, die Ereignisse, welche von der Natur abzuweiche» scheinen,derselben näher zu bringen; oder die unbeständigste allermenschliche» Schöpfungen das Herz eines reizenden undangebetetcn Mädchens beständiger zu machen.

Die Nothwendigkeit, welche alle freien Künste lehrt, kannuns auch in der Verstellnngskunst geschickt machen, und obgleichMordaunt nur ein Neuling darin war, säumte er doch nicht,in ihrer Schule etwas zu profitiren. Es war offenbar, daßer, nm das Betragen derjenigen, auf welche sich seine Auf-merksamkeit richtete, schärfer beobachten zu können, sich selbstGewalt anthun und mit den Damen, zwischen denen er saß,