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er doch mit mehr Schonung gegen seinen alten Freund zu thunwünschte, als Capitain Cleveland cs für nöthig gehalten hatte.
„Nein, mein lieber Junge," sagte Halcro, der sich auf demPunkte sah, ganz verlassen zu sein; „verlaß du mich nicht auch;folge nicht dem bösen Beispiele, daß du einen alten Bekanntenso verächtlich behandelst. Ich habe in meinem Leben manchensauer» Schritt thun müssen, aber er wurde mir immer leicht,wenn ich mich dabei auf den Arm eines alten Freundes, wiedu bist, stützen konnte."
Mit diesen Worten ließ er den Rock des Jünglings fahren,faßte ihn aber dafür desto fester, indem er seine Handunter dessen Arm schob, was sich Mordannt, gerührt von desDichters Bemerkungen über die Unfreundlichkeit gegen alteBekannte, die auch er zu erdulden hatte, willig gefallen ließ.Als aber Halcro die furchtbare Frage: „Wo blieb ich stehen?"wiederholte, erinnerte ihn Mordannt, ö'er seine Verse seinerProsa vorzog, an das Lied, welches er dichtete, als er Shet-land zum ersten Male verließ — ein Lied, das er zwar sehr-gut kannte, das wir aber, da es dem Leser neu sein wird,als eine wohlgelnngene Probe der poetischen Fähigkeiten diesesliederreichen Abkömmlings Hacon Goldemunds hier mittheilenwollen. Denn nach der Meinung mehrerer ziemlich ver-ständigen Beurtheiler behauptete er einen sehr ehrenvollenPlatz unter den Madrigal-Dichtern der ehemaligen Zeit, undkonnte seine» Nancy'S von den Hügeln oder Thälern eben sogut Unsterblichkeit verleihen, als mancher angenehme Sonetten-Dichter von Witz und Lebendigkeit in der Stadt. Er warauch etwas von einem Musiker, ergriff jetzt eine Art Lauteund, indem er sein Opfer loslicß, schickte er sich an, seinenGesang mit dem Instrumente zu begleiten, wobei er, um keineZeit zu verlieren, beständig sprach.
Pirat. I.
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