i» dem Capitain Cleveland, die höchst ärgerlich war. Jung,hübsch und keck, kleidete ihn das Anseben seemännischer Gerad-heit ungemein gut, und paßte vielleicht besonders gut zu deneinfachen Sitten des abgelegenen Landes, in dem er sich befand,und wo, selbst in den besten Familie», eine gewisse Feinheit seineUnterhaltung ungleich weniger anziehend gemacht haben würde.Er begnügte sich bei dieser Gelegenheit damit, gntmüthig überdie sichtbare Verstimmung Mordaunts zu lächeln, und erwi-derte: „Ihr seid böse ans mich, mein guter Freund, aber Ihrwerdet es nicht dahin bringen, daß ich wieder böse auf Euchwerde. Die schönen Hände all' der hübschen Frauen, die ich inmeinem Leben gesehen habe, würden mich aus dem Rust vonSumburgh nicht aufgefischt haben. Zankt also nicht mit mir,den» Mr. Halcro ist mein Zeuge, daß ich Flagge und Marssegelgestrichen habe, und wenn Ihr mir auch eine volle Lage gebensolltet, keinen einzigen Schuß erwidern kann."
„Ja ja," sagte Halcro; „du mußt dich mit Capitain Cleve-land aussöhnen, Mordaunt. Man muß sich nie wegen derGrillen eines Weibes mit einem Freunde veruneinigen. Undwenn sie immer gleicher Laune wären, wie Teufel könnten wirdann so viele Lieder auf sie machen? Selbst der alte Dryden,der herrliche alte John, würde nur wenig über ein Mädchenhaben sagen können, das immer eines Geistes ist, so wenig,als man Verse auf einen Mühlgraben machen kann. EureFlnthen und Eure Strömungen, und Eure Strudel und EureEbben, die kommen und gehen, die strömen und stehen (wahr-haftig, ich fange schon an zu reimen, wenn ich nur an sie denke),die einen Tag lächeln, den nächsten wüthen, die schmeichelnund verzehren, uns ergötzen und zu Grunde richten — die sindes, welche der Dichtkunst das wahre Leben geben. Habt Ihrnie mein Lebewohl an das Mädchen von Northmaven gehört,