160
Ader wir werden bald sehen, was da herauskommt; etwasGutes kann es unmöglich sein."
Und Swertha antwortete in demselben Tone prophetischerWeisheit: „Nein, nein, Gutes kann auch daraus nicht ent-stehen; da habt Ihr ganz recht."
Diese bösen Prophezeihungen, welche von Zeit zu Zeitwiederholt wurden, blieben nicht ohne Einfluß auf Mordaunt-Er glaubte zwar nicht, daß das gute Werk, einen Ertrinken-den gerettet zu haben, als nothwendige und unausbleiblicheFolge die unangenehme Lage herbeigcführt hätte, in der ersich jetzt befand; allein es war ihm, als ob eine Art vonZauber, dessen Beschaffenheit und Gewalt er nicht kenne, aufihm laste, — kurz, daß irgend eine Macht, der er nichtgebieten könnte, auf sein Schicksal einwirke, und nicht ebenfreundlich. Seine Neugier und seine Besorgniß waren auf dasHöchste gestiegen, und sein Entschluß, bei dem bevorstehendenFeste auf jeden Fall zu erscheinen, stand um so fester, da erdie Ueberzeugung'hatte, daß irgend etwas Ungewöhnliches,was seinen künftigen Aussichten und Lebcnsplänen eine be-stimmte Richtung geben werde, stattfinden müsse.
Da Mordaunts Vater sich um diese Zeit ganz wohl befand,war cs nöthig, daß der Sohn ihn von seinem vorhabendcnBesuche in Burgh-Westra benachrichtigte. Dieß geschah, undder Vater wünschte den besonderen Grund zu wissen, der ihnveranlasse, gerade um diese Zeit dahin zu gehen.
„Es ist eine Zeit der Fröhlichkeit," antwortete der Jüng-ling; „das ganze Land ist dort versammelt."
„Und du willst wahrscheinlich die Zahl der Thoren ver-mehren helfen? So geh', aber nimm dich auf dem Wege,den du betreten willst, in Acht. Ein Fall von de» Klippenvon Foula könnte nicht gefährlicher sein."