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und ging an sein Werk der Barmherzigkeit, indem er dieRinge, welche von Werth zu sein schienen, von den Fingernzu ziehen begann.
„Wenn du dein Leben lieb hast, laß ab," sagte Norna ernst,„oder ich lege dir Etwas auf, was dir deine Reise durch dieInseln gewiß verderben soll."
„Um Gotteswillen, Mntter, nichts mehr davon," erwiderteder Hausircr, „ich will ja gern thun, was Ihr verlangt. Ichfühlte wirklich gestern schon einen Schmerz im Rücken, undes wäre großes Unglück für mich, wenn ich nicht meinenruhigen Gang durch das Land machen könnte, meinen Handelzu treiben, mir mein Brod mit Ehren zu verdienen und dasmitznnehmen, was die Vorsehung an unsere Küste wirft."
„Nun, so sei ruhig," sagte die Frau; „sei ruhig, wenn dnes nicht bereuen willst, und nimm diesen Mann auf deinebreiten Schultern. Es ist an seinem Leben gelegen und dusollst dafür belohnt werden."
„Das thnt mir auch wohl noth," antwortete der Hausirer,indem er gedankenvoll den deckcllosen Kasten und die andern Sachenanschaute, welche auf dem Sande umherlagen-, „denn er hatmich an einem Erwerbe gehindert, der für mein übriges Lebeneinen Mann aus mir gemacht haben würde, und nun muß eshier liegen bleiben, bis die nächste Fluth es in die Strömunghinabführt, denen nach, die es gestern Morgen noch besaßen."
„Sei unbesorgt," sagte Norna; „es wird schon Jemandenzu Statten kommen. Sieh, dort kommen Raubvögel, die einso scharfes Auge haben, wie du."
Sie redete die Wahrheit, denn mehrere Leute aus demDorfe Jarlshvf eilten jetzt nach dem Ufer, um ebenfalls ihrenAntheil an der Beute zu erhalten. Der Haustrer sah sie miteinem tiefen Seufzer kommen. „Ja ja," sagte er, „die LeutePirat. I. 8