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3 (1851) Der Pirat
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ES gibt Stimmen, die halte» den Hirsch in dem Wald,

Selbst wenn der Hund auf seiner Fährte jagt!

ES gibt Stimmen, die hemmen des wilden Geiers Flug,

Gleich dem Falken, der Kappe und Riemen trägtUnd die gelle Pfeife des Falkners kennt.

Du, der verspottet den Schrei des sinkenden Seemanns,

Das Krachen des Waldes, den dn verheerst,

Das Stöhnen der angstbeklommenen Menge,

Wenn die Kirche znsammcnstürzt über den Betern;

ES gibt Töne, denen auch du gehorchen mußt.

Wenn sie singt die Stimme der Neim-Kennar.

Genug des Weh'S hast auf dem Ocean du gestiftet.

Die Wittwe ringt die Hände an der Bucht;

Genug des Weh'S hast dem Land' du gebracht, undVerzweifelnd kreuzt der Landmann seine Arme;

Ende das schlagen deiner Flügel,

Laß den Ocea» rnh'n in feiner finstern Kraft;

Ende das Blihen deiner Augen,

Laß den Donnerkeil still in der Rüstkammer Odins-

Sei still auf mein Geheiß, Renner nordwestlichen Himmels,

Schlafe auf Norna'S Stimme, der Reim,Kenner.

Wir haben oft gesagt, daß Mordannt von Natnr ein Freundromantischer Dichtkunst und romantischer Begebenheiten war;man wird es daher nicht überraschend finden, daß er mit großemAntheil auf die wilde Anrede hörte, welche so in dem Tone der höch-sten Begeisterung an den wildesten Wind der Windrose gehaltenwurde. Aber obgleich er in dem Lande, wo er so lange gewohnt,so viel von den runischen Reimen und den nordischen Zanbersvrü-chen gehört hatte, war er doch in diesem Augenblicke keineswegs soleichtgläubig, daß er wirklich gemeint hätte, der Sturm, welchervor Kurzem noch so gewiithet hatte und der jetzt abnabm, werdewirklich vor den Zanberversen Norna's schweigen. Gewiß warcs, daß der Wind sich zn legen schien »nd die befürchtete Gefahrschon vorüber war; allein eSwar keineswegs unwahrscheinlich, daß