Fünftes Kapitel.
Der Wind blies scharf ans Nord und Ost,BlieS durch die offne Thur;
Da sagt' der Hausherr zu dem Weib:
„Geh', schließ' die Thüre mir."
„Ich Hab' viel Arbeit, wie du siehst!"
Die Hausfrau darauf spricht;
„„Sollt' hundert Jahr' sie offen steh'n,„„Schließ' ich sie sicher nicht!""
Altes Lied.
Wie können nur hoffen, daß der freundliche Leser den letztenTheil des vorigen Kapitels nicht sehr langweilig gefunden hat;wie dem aber auch sei, so kann seine Ungeduld kaum so großgewesen sein, wie die des jungen Mordaunt Mcrtoun, der —während Blitz ans Blitz folgte, und der Wind, von einemPunkte der Windrose zum andern laufend, mit der Gewalteines Orkanes wehte, und der Regen in Strömen herabfloß —unablässtg an die Thür von Harfra donnerte, rief und schrie,und dabei nicht begriff, wie man einem Fremden bei so furcht-barem Wetter den Eintritt versagen könne. Als er endlich fand,daß sowohl Lärmen als Schreien unnütz waren, trat er so weitvon der Vorderseite des Hauses zurück, daß er die Schornsteinegehörig betrachten konnte, und sah nun zu seinem großenSchrecken, daß kein Ranch aus denselben aufstieg, obgleich esnahe an Mittag war, damals der Essensstunde auf diesen Inseln.
Jetzt verwandelte sich Mordannts zornige Ungeduld inTheilnahme und Besorgniß, denn seit langer Zeit an die