Druckschrift 
3 (1851) Der Pirat
Entstehung
Seite
51
Einzelbild herunterladen
 

bühne gekommen, d. h. hätte er während der letzten dreißigoder vierzig Jahre geblüht, so würde er offenbar die Stelledes Biceprästdenten irgend einer bedeutenden Ackerbau-Gesell-schaft bekleidet und die sämmtlichcn Geschäfte derselben unterdem Schutze eines Herzogs oder Lords geführt haben, dervielleicht kaum den Unterschied zwischen einem Karren undPferde und einem Karren-Pferde kennt. Eine solche Stellehätte ihm nicht entgehen können, denn er verstand sehr vielvon alle» solchen Einzelnhciten, welche, obgleich in der wirk-lichen Ausübung von gar keiner Bedeutung, doch in jederKunst, und vorzüglich bei dem Ackerbau, den Charakter einesKenners verleihen. Aber ach! Triptolcmus Jellowley war^wie wir schon vorher bemerkt haben, wenigstens um ein Jahr-hundert zu früh auf die Welt gekommen. Statt in einemLehnstuhle, den Hammer in der Hand und ein volles GlasPortwein vor sich, da zu sitzen und die Gesundheit auszu-bringen:Der Viehzucht in allen ihren Zweigen!" wurde ervon seinem Vater an den Pflug gestellt und mußte die Ochsenführen, über deren Schönheit er sich in unseren Tagen weit-läufig würde ausgelassen haben, und deren Rücken er, stattmit der Peitsche, mit dem Vorlegmesser bearbeitet hätte.Der alte Jasper beklagte sich bitterlich darüber, daß, obgleichNiemand so gut von Gemeindestücken und Theilungen, Wal-zen und Raps, von Brache und Koppel zu sprechen wisse, alssein gelehrter Sohn (den er immer Tolimus nannte), unterseinen Händen doch Nichts gedeihe. Noch ärger aber wurdees, als Jasper, alt und gebrechlich, die Zügel der Regierungnach einigen Jahren dem akademischen Jünger allmählig über-lassen mußte. Als ob die Natur einen Groll gegen ihn hegte,hatte er eine der schlechtesten, undankbarsten Pachtungen inLen Mearns bekommen, kurz, ein Fleck, der Alles hcrvorzu-