vereinigen, und Sumburgh-Head dann allein dastehen, undso aus einem Vorgebirge zu einer einzelnen Felsinsel würde,von dem Festlandc, dessen äußerstes Ende es jetzt bildet, ganzgetrennt.
Dieß hatten indeß die Menschen in früheren Zeiten für einnoch weit entferntes oder unwahrscheinliches Ereigniß gehalten,denn ein norwegischer Häuptling in alter Zeit, oder, nach an-dern Nachrichten, und wie der Name Jarlshof beinaheschließen läßt, ein alter Graf von den Orkney-Inseln, hattediese Landzunge gewählt, einen Wohnsly darauf zu erbauen.Dieser ist schon seit langer Zeit ganz verlassen, und nur mitMühe kann man jetzt noch die Spuren davon entdecken, dennder lockere Sand, welchen die Winde in diesen stürmischenGegenden aufhänfen, hat die Trümmer der Gebäude bedecktund halb begraben: zu Ende des siebzehnten Jahrhundertswar indessen ein Theil des Grafen-Schloffes noch vorhanden,und sogar in bewohnbarem Zustande. Es war ein rohes Ge-bäude von unbehauenen Steinen, das für das Auge nichtsAnziehendes hatte, und der Einbildungskraft keine Nahrunggewährte- Ein großes, altvätcrifches Haus, mit einem hohen,mit Platten von grauem Sandsteine gedeckten Dache, würdevielleicht dem Leser der neuern Zeit de» besten Begriff davongeben. Der Fenster waren wenige, sehr klein und am Ge-bäude aufwärts und abwärts ohne die geringste Regelmäßig-keit angebracht. An das Hauptgebäude stießen in früherenZeiten mehrere kleinere Theile des Schlosses, zum wirthschaft-lichen Gebrauche bestimmt, oder gewöhnliche Zimmer für dasGefolge und die Dienerschaft des Grafen enthaltend. Diesewaren aber verfallen, man hatte die Balken herabgenommcn,und sie zu Brennholz oder zu anderem Behufs gebraucht; dieMauern waren an manchen Stellen eingestürzt, und um die Zer-