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nungen, Leidenschaften und Wünsche in einen wcrthlosen Aschen-haufen versinken."
Ein tiefer Seufzer am andern Ende meines Zimmers schien aufmeine Betrachtungen zu antworten. Erschrocken fuhr ich empor. —Diana Vernon stand vor mir, auf den Arm eines Mannes gestützt,der dem oft erwähnten Bilde so ähnlich war, daß ich schnell nachdem Rahmen sah, weil ich erwartete, ihn leer zu erblicken. Meinerster Gedanke war, ich sei entweder plötzlich wahnsinnig geworden,oder die Geister der Tobten wären aus ihren Gräbern gestiegen.Ein zweiter Blick überzeugte mich, daß ich bei Sinnen war, und daßlebendige Wesen vor mir standen. Es war Diana selbst, aber bläs-ser und magerer als sonst, und kein Bewohner des Grabes stankneben ihr, sondern Baughan, oder vielmehr Sir Frederick Vor-nan, in einem Anzuge, der dem seines Ahnherrn glich, mit dessenAbbild sein Gesicht eine große Familien-Ähnlichkeit hatte. Crsprach zuerst, denn Diana heftete ihre Augen fest auf den Boden,und mir fesselte Ucberrafchung die Zunge.
„Wir erscheinen als Bittende, Mr. Osbaldistone," sagte er,„und suchen Zuflucht und Schutz unter Eurem Dache, bis wir eineReise fortsetzen können, bei der uns aus jedem Schritte Kerker undTod drohen."
„Gewiß," antwortete ich nicht ohne Anstrengung — „MißBernon kann nicht vermuthen — Ihr, mein Herr, könnt nichtglauben, daß ich vergessen habe, welchen Antheil Jhr mir in mei-nen Bedrängnissen zeigtet, oder daß ich fähig wäre, irgend Jemandzu verrnthen, und am wenigsten Euch."
„Ich weiß es," sagte Bernon, „dennoch setze ich mit unaus-sprechlichem Widerstreben ein Vertrauen in Euch, das vielleichtmißfällig, gewiß gefährlich ist, und das ich lieber jedem Anderngezeigt haben möchte. Aber mein Schicksal, das mich durch ein
RobinderRoche.il. 10