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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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Jäger, der Hufschlag der Pferde, das laute Lachen des alten Rit-ters an der Spitze seiner zahlreichen Nachkommenschaft, Alles warjetzt und für immer verstummt.

Wahrend ich in dieser Einsamkeit und Leere umherblickte, fühlteich mich unaussprechlich bewegt, selbst wenn ich mich Derer erin-nerte, die an sich keinen Anspruch auf meine Neigung hatten. Aberder Gedanke, daß so viele rüstige Jünglinge, von Leben, Gesund-heit und Muth durchglüht, binnen einer so kurzen Zeit, und durchgewaltsamen und unerwarteten Tod, ins Grab gesunken waren,erweckte Gedanken der Sterblichkeit, vor denen die Seele erbebt.Es gewährte mir wenig Trost, daß ich als Eigenthümer eben desSchlosses zurückkehrte, das ich beinahe als Flüchtling verlassenhatte. Ich war noch nicht gewohnt, es als mein Eigcnthum zu be-trachten; ich erschien mir wie ein unrechtmäßiger Besitzer, wenig-stens wie ein eingedrungener Fremder, und konnte kaum den Ge-danken verbannen, daß einige von den derben Gestalten meiner ver-storbenen Vettern, gleich den geisterhaften Riesen in einem Mähr-chen, am Thor erscheinen und mir den Eingang streitig machenwürden.

Während ich diesen Gedanken nachhing, donnerte mein Be-gleiter, Andrew, der ganz andere Gefühle hegte, an alle Pfortendes Gebäudes, und begehrte den Einlaß mit einem Tone, der lautgenug war, um anzudeuten, daß wenigstens er seine neu erlangteWichtigkeit als Leibknappe des neuen Burgherrn hinlänglich fühlte.Endlich zeigte sich Anton Syddall, meines Oheims alter Keller-und Haushofmeister, furchtsam und widerstrebend, an einem nie-dcrn, wohl vergitterten Fenster, und fragte was wir begehrten.

Wir kommen, Euch Euer Amt abzunehmen, alter Freund,"sagte Andrew.Ihr könnt sogleich die Schlüssel herausgeben.Ich will das Silber- und Tischzeug von Euch übernehmen. Ihrhabt Eure Zeit gehabt, Mr. Syddall; aber jedes Ding währt sein