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lcnc — was würd' aus ihr werde», wen» ich sie neuen Beleidigun-gen und Grausamkeiten aussetzte? Oder wie könnte sie diese Gegen-den verlassen, wo das Andenken an ihre Kränkungen immer durchdie Erinnerung an ihre Rache versüßt wird? Ich wurde einst vonmeinem großen Feinde, wie ich wohl sagen kann, so hart bedrängt,daß ich dem Sturme nachgeben mußte, mit den Meinigen unsereHcimath verließ und einige Zeit in Mac-Callum-More's Landewohnte. Da machte Helene ein Klaglied auf unsere Abreise, sogut, als Mac-Rimmon*) selbst es hätte dichten können, und sorührend und wehmüthig, daß unsere Herzen säst brachen, als sie'ssang. Es war wie der Jammer eines Kindes, das um seine Mut-ter trauert, und die Thränen flössen über die rauhen Gesichter un-serer Männer, als sie zuhörten. Nie möcht' ich das Herzeleid nocheinmal erfahren, nein, nicht für alle Ländereien, die Mac-Gre-gor je sein eigen nannte."
„Aber Eure Söhne," sagte ich, „sind jetzt in dem Alter, woEure Landsleute gewöhnlich gern die Welt sehen."
„Und ich wär's zufrieden," erwiderte er, „daß sie ihr Glückin französischen und spanischen Diensten versuchten, wie's schotti-sche Edclleutc zu thun pflegen, und gestern Abend kam mir EuerPlan ganz ausführbar vor. — Aber ich habe Seine Excellcnz heuteMorgen gesehen, eh' Ihr aufstandct."
„Hat er denn die Nacht so nahe bei uns zugcbracht?" fragteich mit ängstlich klopfendem Herzen.
„Näher, als Ihr glaubt," lautete die Antwort „Aber erschien etwas zu eifersüchtig wegen Eurer Unterhaltung mit der jun-gen Dame, und da seht Ihr" —
*1 Erbliche Pfeifer des Häuptlings von Mac-Leod, und wegenihres Talentes berühmt.