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samkeit zugebracht, sondern sie hörte auf die Anträge irgend einesverwegenen Agenten der jacobitischcn Verrätherei, welcher heimlichin ihres Oheims Wohnung lebte. Andere junge Mädchen ließensich durch Gold gewinnen, oder durch Eitelkeit von ihrer erstenLiebe ableiten; aber Diana hatte meine und ihre Neigung ausge-opfert, um das Schicksal eines vermessenen Abenteurers zu thcilen,und durch mitternächtliche Wildnisse die Schlupfwinkel der Frei-beuter aufzusuchen, ohne andereHoffnung aufRang und Reichthum,als die Nachäffung, die des Prätendenten Scheinhof in Saint-Germain gewähren konnte.
Ich will sie, wo möglich, noch einmal sehen, dachte ich.Ich will als Freund, als Verwandter, mit ihr über die Gefahr re-den, welcher sie sich aussetzt; ich will ihr die Flucht nach Frank-reich erleichtern, wo sie bequemer, anständiger und sicherer denErfolg der Unruhen abwarten kann, die der politische Betrüger,mit welchem sie ihr Schicksal vereint hat, ohne Zweifel zu erregenbemüht ist.
„Ich muß also glauben," sagte ich, nachdem wir Beide einigeMinuten geschwiegen hatten, daß Se. Excellenz, wie ich diesenMann in Ermangelung eines andern Namens nennen muß, zu glei-cher Zeit mit mir im Schlosse Osbaldistonc wohnte? "
„Gewiß, gewiß— und in dem Zimmer der Miß, wie's ampassendsten war." — Diese freiwillige Mittheilung fügte Galle zuder Bitterkeit. „Aber Wenige," fuhr Mac-Gregor fort, „wuß-ten, daß er da war, außer Rashleigh und Sir Hildebrand; dennvon Euch konnte die Rede nicht sein, und die jungen Bursche habennicht Verstand genug, eine Katze von der Milch zu jagen. — Aber'sist ein feines altes Gebäude, und besonders bewundere ich die vie-len Höhlen und Löcher und Zusluchtsörter. Ihr könnt da zwanzigoder dreißig Mann in einen Winkel stecken, und es kann eine Wochevergehen, ehe die Bewohner sie entdecken — was bei Gelegenheit