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„ Ihr fürchtet also nicht, nachzufolgen?" fragte das Mannweibmit einem Lodesblicke, wie ihn der Falke aufseinen Raub wirft, eheer ihn ergreift.
„Base," sagte der Voigt, „Niemand wird mit Willen seinenLebcnsfaden abschneiden, ehe er das Ende des Knäuels gehörig aufdie Garnwinde abgewunden hat. — Und ich habe, wenn ich ver-schont bleibe, viel in dieser Welt zu thun, öffentliche und eigeneGeschäfte — und habe auch von mir Abhängende, wie die armeMathilde, eine verlassene Waise — sie ist eine weitläufige Ver-wandte des Laird von Limmersield. — So, das Alles zusammcngc-nommcn, Haut um Haut, ja, Alles was Einer hat, wird er fürsein Leben geben."
„Und wenn ich Euch in Freiheit setze," fragte das herrischeWeib, „welchen Namen wolltet Ihr dann der Ertränkung diesessächsischen Hundes geben?"
„Ah! Ah! —Hm! Hm!" räusperte sich der Stadcvoigt. „Ichwürde mich bemühen, so wenig als möglich davon zu sagen. Wernicht viel sagt, hat nicht viel zu verantworten."
„Aber wenn Ihr von einem Gerichtshöfe, wie Jhr's nennt,gefragt würdet, was wolltet Ihr dann antworten?"
Jarvie sah dahin und dorthin, als ob er auf eine Ausfluchtsinne, und antwortete dann wie ein Mensch, der kein Mittel sieht,seinen Rückzug zu bewirken, und sich entschließt, den Kampf zu be-stehen: „Ich sehe, wohin Ihr mich treiben wollt. Aber ich sag'sEuch grade heraus, Base, es ziemt sich für mich, zu sprechen, wie'smein Gewissen verlangt. Zwar könnte Euer eigener Mann, denich hierher gewünscht hätte, sowohl um feinet- als um meinetwillen,und auch die arme hochländische Creatur, Dougal, könnte Euch sa-gen, daß Nicol Jarvie bei den Fehlern eines Freundes so gutemAuge zudrücken kann, als irgend Jemand, aber dennoch sag'ichEuch, Base, meine Junge spricht nie, wovon mein Herz nichts