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2 (1851) Robin der Rothe
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chcn hören. Seine Furcht war so heftig, daß sie ihn sogar beredtmachte, statt, wie gewöhnlich, die Zunge zu lähmen, und mittodtenbleichcn Wangen, mit krampfhaft zusammcngefaltcten Hän-den, und mir Blicken, die sich zum letzten Male auf irdische Dingezu heften schienen, betheuertc er unter hohen Schwüren, er wissedurchaus nichts von irgend einem Anschläge gegen Robin, welchener wie seine eigene Seele liebe und achte. In der Verworrenheitseiner Angst sagte er, daß er nur das Werkzeug Anderer sei, undmurmelte Rashleigh's Namen. Nur um sein Leben bat erfür sein Leben wollte er Alles geben, was er in der Welt besäßenur sein Leben verlangte er, wenn cs auch unter Qualen und Ent-behrungen verlängert werden sollte; nur den Athem begehrte er,und sollte er ihn in den Dünsten der tiefsten Berghöhle schöpfenmüssen.

Es ist unmöglich, den Hohn, den Widerwillen und die Ver-achtung zu beschreiben, womit Mac-Gregor's Weib den Flehendenanblickte, der nichts als das armselige Dasein begehrte.

Ich hätte Dir befehlen können, zu leben," sagte sic,wenndas Leben für Dich eine eben so schwere, drückende Bürde wäre, wiefür mich und für jede edle und großmüthige Seele. Aber Du,Elender! Du könntest durch die Welt kriechen, ungerührt von ih-rer Schande, ihrem unaussprechlichen Elend, ihren sich immermehr häufenden Massen von Laster und Trübsal. Du könntestleben und genießen, während der Edelgesinnte verrarhen wird,während Schurken ohne Namen und Herkunft dem Tapfern undAhnenreichen auf den Nacken treten. Du könntest genießen, wieein Flcischerhund, der in den Eingeweide» wühlt, während dieStarken umher geschlachtet werden! Diesen Genuß sollst Du nichterleben; Du sollst sterben, gemeiner Hund, und das, ehe die Wolkedort vor der Sonne vorübergezogen ist."