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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
140
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das gräulicher und von böserer Vorbedeutung, als ihr eigenes, sicham Hellen Tage hören ließ.

Ergriffen!" wiederholte Helene, als das Geschrei nachge-lassen harte.Ergriffen! Gefangen! Und Ihr lebt, das zusagen? Feige Hunde! Hab'ich Euch darum gesäugt, daß Ihr EuerBlut gegen Eures Vaters Feinde schonen sollt? Oder daß Ihr ihngefangen sehen und zurückkommen sollt, es mir zu sagenl"

Mac-Gregor's Söhne, welchen dieser Verweis galt, warenJünglinge, von denen der älteste kaum sein zwanzigstes Jahr er-reicht hatte. Hamish, oder Jacob, der ältere der beiden Jüng-linge, war um einen Kopf größer, und viel hübscher, wie seinBruder; sein hellblaues Auge und eine Fülle blonden Haares,welche unter seiner blauen Mütze hervorquoll, machten seine ganzeErscheinung zu einem höchst vortheilhaftcn Muster eines Hochland-jünglings. Der jüngere Bruder hieß Robert; doch um ihn vonseinem Vater zu unterscheiden, setzten die Hochländer; Oig oder derKleine, hinzu. Dunkles Haar und düstere Züge, mit der Gluthfrischer Gesundheit und Lebendigkeit, und eine Gestalt, über seineJahre hinaus kräftig und untersetzt, vollendeten das Bild einesjungen Gebirgländers.

Beide standen jetzt vor ihre Mutter, Kummer- und Scham-umwölkten Angesichtes, und hörten mit der ehrerbietigsten Unter-würfigkeit die Borwürfe an, mit denen Jene sie überhäufte. Alsihr Unwille sich endlich etwas zu mildern schien , versuchte der Ael-teste in englischer Sprache, wahrscheinlich um nicht von ihren Be-gleiter» verstanden zu werden, sich und seinen Bruder gegen dieVorwürfe der Mutter zu rechtfertigen. Ich stand ihm so nahe,daß ich viel von dem verstehen konnte, was er sagte, und da es mirsehr wichtig war, von dem Ereignisse unterrichtet zu werden,lauschte ich mit der größten Aufmerksamkeit.