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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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möglich, und dem konnten weder Zeichen noch Bitten, weder Be-fehle noch Verweise den Muth cinflößcn, von seiner unbequemenHöhe herabzusteigcn, auf der er, gleich einem ungeschickten undverrufenen Staatsminister, der sich nicht von dem hohen Stand-punkte zu entferne» wagt, den er anmaßend erstiegen hat, fortwäh-rend um Erbarmen flehte und sich, hin- und herspringend, in al-len möglichen seltsamen Stellungen krümmte, um den Kugeln aus-zuwcichcn, die um ihn her pfiffen.

Rach wenig Augenblicken war indeß diese Ursache seines Schre-ckens verschwunden, da das Feuer, Anfangs so gut unterhalten,jetzt plötzlich aufhörtc, ein sicheres Zeichen, daß der Kampf geendetwar. Ich suchte nun eine Stelle, von wo aus ich den Ausgangdes Streites sehen konnte, um das Mitleid der Sieger anzurufen,welche, wie ich hoffte, den ehrlichen Jarvie nicht, gleich Maho-med's Sarg, zwischen Himmel und Erde schweben lassen würden,ohne eine Hand zu leihen, um ihm zu helfen. Endlich fand ich nachangestrengtem Klettern einen Ort, von dem aus ich das Schlacht-feld übersehen konnte. Der Kampf war wirklich vorüber, undwie ich bereits aus der Lage und den Verhältnissen geschlossen hatte,endete er mit des Hauptmanns völliger Niederlage. Ich sah einenHaufen Hochländer, die beschäftigt waren, ihn und den geringenUeberrest seiner Leute zu entwaffnen. Es waren zwölf Mann, diemeisten verwundet, welche, von einem dreimal so starken Feindeumzingelt, ohne vorwärts oder rückwärts zu können, einem mör-derischen und wohlgerichtetcn Feuer ausgesetzt gewesen waren, dassie nicht wirksam zu erwidern vermochten, und endlich die Waffengestreckt hatten, als ihr Anführer sah, daß auch der Weg im Rückenbesetzt war, und ein längerer Widerstand das Leben seiner tapfrenGefährten nur unnütz aufreiben würde. Die Hochländer, welcheim Versteck fochten, hatten den Sieg wohlfeil erkauft; ihr Verlustwar, wie ich nachher erfuhr, ein Todter und zwei Verwundete