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2 (1851) Robin der Rothe
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die Wahrheit zu gestehen, eben so wenig Jarvie und ich; wir em-pfanden zwar nicht so große Furcht, als er, aber wir konnten dochauch unser Leben nicht mit stoischer Gleichgültigkeit der Gefahr, ineinem Streite, der uns nichts anging, ausgesctzt sehen. Alleines war weder Zeit zu Vorstellungen, noch zur Abhülse.

Wir näherten uns der Stelle, wo man den Feind gesehenhatte, bis auf zwanzig Schritte. Es war eines jener Vorgebirge,die sich in den See erstreckten und um deren Fuß sich der Weg bis-her wand. Jetzt stieg indeß der rauhe Pfad, indem er das Ufer ver-ließ, in steilem Zickzack an dem Abhange eines grauen Schicferfcl-sens empor, der sonst ganz unersteigbar gewesen sein würde. Aufdem Gipfel dieses Felsens, zu dem nur ein so schmaler, zerrissenerund unsicherer Weg führte, wollte der Corpora! die Mützen undlangen Flinten mehrerer Hochländer gesehen haben, die sich demAnscheine nach unter dem Haidekraute und Buschholze verbargen,mit dem die Höhe bedeckt war. Der Capitain Lhornton befahlihm, mit drei Gliedern vorzurücken, um die Feinde aus dem ver-meintlichen Hinterhalte zu vertreiben, während er selbst, langsa-mer, aber festen Schrittes, mit den Uebrigen zur Unterstützungfolgte.

Der beabsichtigte Angriff wurde durch die unerwartete Erschei-nung einer Frau auf dem Gipfel des Felsens verhindert.Halt!"rief sie mit gebieterischem Tone,und sagt mir, was Ihr in Mac-Gregor's Lande suchet?"

Selten habe ich eine schönere und erhabenere Gestalt gesehen,als diese Frau. Sie mochte zwischen vierzig und fünfzig Jahrensein, und hatte ein Gesicht, das sich früher durch eine männlicheSchönheit ausgezeichnt haben mußte, obwohl ihre Züge durch dieWirkung rauher Witterung, und vielleicht auch durch den zerstö-