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2 (1851) Robin der Rothe
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ihnen aufsteht, und sie unterrichtet, glaub'ich nicht, daß ihr Ta-lent zum Fluchen vermehrt werden kann. Das Schlimmste ist, daßsie sagen, wir sollten nur am See hinauf gehen, und wir würde»schon sehen, wo wir wären."

Indem ichAndrew's Nachrichten mit meinen eigenen Beob-achtungen zusammenstcllte, konnte ich kaum zweifeln, daß man ei-nen Angriff auf unsere Bedeckung beabsichtigte. Der Weg, den wirzogen, schien einen solchen Plan sehr zu begünstigen. Anfangs zoger sich abwärts vom See durch sumpfiges Wiesenland, mit Unter-holz bewachsen, dann führte er durch dunkle, dichte Gebüsche, indenen wenige Schritte von uns ein Hinterhalt liegen konnte, undoft ging er über rauhe Bergströme, von denen einige den Soldatenbis an dieKniee reichten, und die so reißend waren, daß zwei oderdrei Mann sich fest an den Armen fassen mußten, wenn sie der Ge-walt des Wassers widerstehen wollten. So wenig ich von demKriegswesen verstand, schien cs mir doch gewiß, daß eine Art halb-wilder Krieger, wie man die Hochländer schilderte, in solchen Eng-pässen einen Haufen regulärer Truppen mit großem Vortheil an-greifen könnten. Jarvie war durch seinen gesunden Verstand undscharfen Beobachtungsgcist zu demselben Schluß geführt worden,wie mir sein Verlangen verrieth, mit dem Hauptmanne zu spre-chen, den er ungefähr so anredetc:Capitain! Es ist nicht meineAbsicht, eine Gunst von Euch zu erflehen, denn ich verschmähe sieund ich sag' es ausdrücklich, ich behalte mir die Klage wegen Be-drückung und widerrechtlicher Haft vor; aber als ein Freund desKönigs Georg und seiner Armee nehm' ich mir die Freiheit, zu fra-gen: glaubt Ihr nicht eine bessere Zeit wählen zu können, um indieser Schlucht hinaufzuzichen? Wenn Ihr Robin den Rothen auf-sucht, so weiß man, daß er über fünfzig Mann stark ist, wenn erdie wenigsten bei sich hat, und wenn seine Freunde ihm beistehen,kann es Euch schlecht gehen. Als ein Freund des Königs ist es mein