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2 (1851) Robin der Rothe
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zu reden, das er sehr geläufig sprach, da er, wie ich nachher erfuhr,ein naher Nachbar des Hochlandes war.

Ich kannte diesen Burschen vom Anfang an recht gut," flü-sterte Jarvie mir zu;aber als das Blut erhitzt war, und dieSchwerter gezogen, werweiß, wie's ihm da eingefallen wäre, seineSchulden zu bezahlen? Es wird lange dauern, ehe er's auf die ge-wöhnliche Art thut. Aber er ist ein ehrlicher Kerl, und hat einwarmes Herz dazu; er kommt nicht oft nach Glasgow, aber man-ches Reh und Birkhuhn schickt er uns aus dem Gebirge. MeinBatcr, der Vorsteher, hegte große Achtung für die Familie Gar-schattachin."

Da das Abendessen nun beinahe fertig war, sah ich mich nachAndrew um, aber dieser getreue Diener war seit dem Anfänge desStreites von Niemand gesehen worden. Die Wirthin meinte indess,er sei in den Stall gegangen, und erbot sich, mir dahin zu leuchten.Weder ihrer Kinder, noch ihr eigener Zuruf, sagte sie, hätte ihnzu einer Antwort bewegen könne», und sie werde sicher zu dieserStunde nicht in den Stall gehen. Es Hause ein Kobold darin, unddeshalb könnte sie auch keinen Stallknecht behalten.

Als sie mir jedoch zu dem armseligen Schuppen leuchtete, un-ter dem unsere Pferde ihr grobes Heu fraßen, zeigte sich deutlich,daß sie mich aus einer andern Absicht, als ihre Worte andcuteten,von der Gesellschaft entfernt hatte.

Leset das!" sagte sie, als wir vor den Stall gekommen wa-ren , und schob mir ein Blatt Papier in die Hand. Gott sei Dank,daß ich's los bin! Zwischen Soldaten, Sachsen und Viehdieben,Ungemach und Blutvergießen, würde eine ehrliche Frau ruhigerin der Hölle leben, als an der hochländischen Gränze."

Mit diesen Worten drückte sie mir die Kienfackcl in die Hand,und ging in das Haus zurück.