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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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den Tausch in wenigen Minuten und ich hörte nichts wieder vondem Reugetdc.

Wir brachen nun auf, hatten aber das Ende der Straße nochnicht erreicht, als ein lautes Halt! Halt! hinter uns erschallte.Wir hielten an und wurden von Jarvie's beiden Lehrjungen einge-holt, die zwei Zeichen der Sorgfalt Mathildens für ihren Herrnüberbrachten» Der eine trug ein großes seidenes Tuch, das Jarvienach dem Wunsche Mathildens um den Hals schlingen sollte, unddas er auch seinen andern Bedeckungen hinzufügte. Der Jüngstehatte von der Haushälterin nur den mündlichen Auftrag, bei demmir der Schelm sehr zum Lachen geneigt schien, daß ihr Herr sichvor dem Wasser in Acht nehmen möchte.Pah! pah! einfältigesDing!" erwiderte Jarvie, und sich zu mir wendend, fuhr erfort:Es zeigt doch ein gutes Herz, ein gutes Herz für eine so jungeDirne. Mathilde ist ein sorgsames Mädchen!" Mit diesenWorten gab er seinem Pferde die Sporen, und wir verließen ohneweitere Unterbrechung die Stadt.

Während wir gemächlich in nordöstlicher Richtung unfernWeg fortsetzten, hatte ich Gelegenheit, die guten Eigenschaftenmeines neuen Freundes zu würdigen und zu bewundern. Zwar be-trachtete er, wie mein Vater, den Handel als den wichtigsten Ge-genstand seines Lebens; dennoch war er unbefangen genug, umauch den Werth allgemeinerer Kenntnisse zu schätzen. Bei allerSeltsamkeit und Gemeinheit seines Betragens, bei einer Eitelkeit,die um so lächerlicher war, da er sie zuweilen unter einem dünnenSchleierder Demuth verbarg, und bei allem Mangel an gelehrterErziehung, zeigte Jarvie's Gespräch doch Spuren eines scharfsin-nigen, beobachtenden, freisinnigen und sogar gebildeten Geistes,so viel seine Verhältnisse dies gestatteten. Er war mit den Alter-thümern des Landes genau bekannt und unterhielt mich mit der Er-zählung merkwürdiger Ereignisse, die vormals in den Gegenden