Mit großer Freude sah ich, daß Jarvie nach und nach dieSchranken der Vorsichtigkeit überschritt, angeregt durch vaterlän-dischen Geist und gutmüthige Theilnahme an unserer Lage, wozunoch der natürliche Wunsch kam, Verlust zu vermeiden und Gewinnzu machen, und etwas harmlose Eitelkeit.
Unter diesem vereinten Einflüsse kam er endlich zu dem muthi-gen Entschlüsse, in eigener Person zu Felde zu ziehen, um zurWiedererlangung von meines Vaters Eigenrhum Beistand zu lei-sten. Nach allen seinen Nachrichten konnte ich glauben, daß derhochländische Abenteurer, wenn jene Papiere in seinen Händen wä-ren, sich wohl bewegen lassen würde, wieder hcrauszugeben, wasfür ihn selbst ohne Nutzen war, und ich fühlte, daß die Gegenwartseines Vetters bedeutenden Einfluß auf ihn haben könnte. Freudignahm ich daher Jarvie's Vorschlag an, am nächsten Morgen dieReise anzutreten.
Der wackere Mann war in der That eben so lebhaft und raschin den Vorbereitungen, seinen Vorsatz auszuführen, als er langsamund bedächtig gewesen war, ihn zu fassen. Er schrie der Mathildezu, seinen Reitrock zu lüften, seine Reitstiefeln zu schmieren, siedie Nacht an das Küchenfeuer zu setzen, und zu sehen, ob das Pferdgut gefüttert, und sein Reitzeug in Ordnung sei. Wir beschlossen,um fünf Uhr am nächsten Morgen abzureisen, und als wir bestimmthatten, daß Owen, dessen Begleitung keinen Nutzen für uns habenkonnte, unsere Rückkehr in Glasgow erwarten sollte, nahmen wireinen herzlichen Abschied von diesem unerwarteten eifrigen Freunde.Ich verschaffte Owen in meinem Wirthshause ein Zimmer neben demmeinigen, befahl Andrew Fairservice, am nächsten Morgen zurbestimmten Stunde auf den Beinen zu sein, und legte mich mit bes-sern Hoffnungen zur Ruhe, als mir das Glück in der letzten Zeit zuhegen gestattete.