hafte Eitelkeiten, und obendrein gegen die Gesetze und GottesWort."
Ich setzte nun meine Erkundigungen durch die Frage fort, wel-chen Einfluß dieser Robert Campbell auf meine oder meines VatersAngelegenheiten haben könnte?
„Ihr müßt wissen," sagte Mr. Jarvic in sehr gedämpftemTone, „daß die Hochländer — ich spreche unter Freunden—sichseit dem Jahre neun und achtzig, wo sie bei Killikrankie geschlagenwurden, ruhig gehalten haben. Aber wie hat man sie in Ruhe ge-halten, glaubt Ihr ? Durch Geld, sag'ich Euch. König Wilhelmließ zwanzig tausend Pfund Sterling unter sie vertheilen, und dieverstorbene Königin Anna gab den Häuptlingen kleine Jahrgelder,mit denen sic ihre Anhänger unterhalten konnten; und sie bliebenso ziemlich ruhig, außer einigen Räubereien in Nieder-Schottland,wie gewöhnlich, und einigem Halsabschneidcn unter sich selbst,worum sich kein gesitteter Mensch bekümmert. Aber nun ist mitdiesem König Georg eine ganz neue Welt entstanden.— Gott magihn segnen! — Sie bekommen jetzt weder Geld, noch Unterstützung;sie können ihre Clans, von denen sie aufgezehrt werden, nicht mehrerhalten; ihr Credit in Nieder - Schottland ist dahin, und einMann, der Euch IOUÜ oder IbüO rüstige Burschen herbeipfeifenkönnte, in Reih'und Glied, bereit, seinen Willen zu thun, würdein Glasgow schwerlich fünfzig Pfund aufseine Schaar geborgt be-kommen. Das kann so nicht lange bleiben. Es wird einen Auf-stand für die Stuarts geben, sie werden über Nieder-Schottlandhereinbrcchen, gleich einer Fluth, wie unter Montrose, und davonwird man sehen und hören, ehe ein Jahr vergeht"
„Aber dennoch sehe ich immer nicht," sagte ich, „was Camp-bell, und noch weniger, was meines Vaters Sache, damit zuthun hat."