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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
52
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war. Ich kam noch leidlich davon, bekannt mit den Sitten des ge-selligen Lebens, die uns Mittel darbieten, solchen wohlgemeintenBerfolgungen zu entgehen. Aber lustig war's anzusehen, wieOwen, dessen Begriffe von Höflichkeit weit strenger und förmlicherwaren, und der durch alle erlaubte Willfährigkeit dem Freunde derFirma seine Achtung beweisen wollte, mit kläglicher Gefälligkeit ei-nen Bissen nach dem andern zum Munde führte, und Alles vortreff-lich pries, in einem Tone, in welchem der Widerwille sich faststärker ausdrückte, als die Höflichkeit.

Nachdem das Tischtuch abgenommcn war, bereitete Iarviemit eigenen Händen einen kleinen Napf voll Branntweinpunsch, denersten, welchen ich je zu erblicken so glücklich war.

Die Citroncn, versicherte er uns, waren von seiner eigenenkleinen Pflanzung dort drüben, wobei er Westindicn durch einleises Zucken mit den Schultern andeutete.

Wir fanden das Getränk ausnehmend schmackhaft, und es gabzwischen Owen und unserm Wirthe Gelegenheit zu einem langenGespräche über den Berkehr, der sich seit der Bereinigung Schott-lands mit England zwischen Glasgow und den britischen Colonienin Amerika und Westindien angeknüpft hatte, und über die Leich-tigkeit, welche diese Stadt besaß, gangbare Waaren für jenenMarkt cinzuschiffen. Einige Bemerkungen, welche Owen über dieSchwierigkeit äußerte, Ladungen für Amerika zu machen, ohnevon England zu kaufen, beantwortete Iarvie mit Heftigkeit und ge-läufiger Zunge.

Nein, nein, Sir!" rief er,wir stehen auf unfern eigenenFüßen wir haben unsere Sterling-Serge, unsere Musselburgh-Gewcbe, unsere Aberdeen - Strumpfwaarcn, unfern Edinburgh-Rasch, und dergleichen Wollen- und Baumwollengcwebc und Lein-wand aller Art, besser und wohlfeiler, als Ihr sie in London selbsthabtund wir können Eure nord-englischen Waaren so wohlfeil