mischte, sah ich, daß ich mich in meiner ersten Bermnthung geirrthatte. Ich erblickte einen Kopf, der weder jung, noch reizendwar, mit einem starken grauen Barte und einer rothcn Nachtmütze.Der erste Blick beruhigte mich in Bezug auf Diana Berno»;der zweite, als der Schlummernde aus einem tiefen Schlafe er-wachte, gähnte, und sich die Augen rieb, zeigte mir fürwahr ganzandere Züge — die meines armen Freundes Owen. Ich zog michetwas zurück, damit er Zeit habe, sich zu erholen, da ich mich zumGlück erinnerte, daß ich nur ein Fremder in diesem Aufenthaltsortedes Kummers war, und jedes Geräusch üble Folgen haben könnte.
Der unglückliche Formalist richtete sich indcß von dem Stroh-lager auf, und indem er sich auf die eine Hand stützte und mit derandern seine Nachtmütze rückte, sagte er mit einem Tone, worinsoviel Unmuth, als er empfinden konnte, mit Schläfrigkeit stritt:„Laßt Euch sagen, Herr Dugwell, oder wie Ihr sonst heißen mögt,die Totalsummc von der Sache ist, daß ich mich bei dem Lordmajorbeklagen muß, wenn Ihr mich so in meiner natürlichen Ruhe stört."
„Ein Herr will mit ihr sprechen," erwiderte Dougal mit demachten mürrischen Tone eines Schließers, statt der Hellen Klängehochländischer Begrüßung, mit denen er meinen gcheimnißvollenFührer empfangen hatte; dann entfernte er sich.
Es verging einige Zeit, ehe ich den unglücklichen Schläfer er-muntern konnte, so daß er mich erkannte, und als er dies that,ging nichts über den Schmerz des würdigen Mannes, der natürlichvermuthete, daß ich seine Gefangenschaft theilcn sollte.
„O, Mr. Frank; wohin habt Ihr Euch und unser Haus ge-bracht! An mich selbst denke ich gar nicht; denn ich bin nur eineZiffer, daß ich mich so ausdrücke; aber Ihr wäret Eures VatersHauptsumme — Ihr hättet der erste Mann im ersten Hause derStadt sein können, und nun in einem schmutzigen schottischen