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2 (1851) Robin der Rothe
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meine Eigenliebe zwar als Zerrbild empörend, aber dennoch ähnlichfinden mußte.

Ja, ja, wie ich Euch sage, Mr. Hammorgaw. Es fehltihm keineswegs an Verstand, er sieht recht gut ein, was vernünf-tig ist, aber er ist toll und thöricht mit seinem poetischen Unsinn.Er starrt einen alten Eichenbaum mit zerrissener Rinde an, alswcnn's eine Prinzmadam mit vollen Früchten wäre, und ein nackterFelsen, über den ein Bach fallt, ist ihm so lieb, wie ein Gartenmit blühenden Pflanzen und Küchenkräutern-, und hernach schwatzter lieber mit einer albern Dirne, man nennt sie Diana Bernonich wollte, sie hieße Diana von Ephesus, denn sie ist wenig besser,als eine Heidin besser? schlimmer ist sie, eine Papistin, einereine Römerin. Er schwatzt lieber mit ihr, oder mit andermmüß'gen Pack, als daß er Hörle, was ihm gut thun würde seinLebelang, von Euch oder mir, oder andern verständigen und acht-baren Leuten. Vernunft, Sir, kann er nicht ertragen 'sist Al-les nur Eitelkeit und Geläufigkeit der Zunge an ihm, und er sagtemir einst (das arme, verblendete Geschöpf!), daß die Psalmen Da-vid's ein vortreffliches Gedicht wären! Als ob der heilige Psalmistdaran gedacht hätte, Reime zu schmieden, wie der Klingklang, dener Verse nennt! Zwei Zeilen von Davic Lindsay würden Alles be-graben, was er je geschmiert hat."

Man wird sich nicht wundern, wenn ich bei Anhörung dieserAeußerungen über meinen Charakter und meine Beschäftigungendaran dachte, bei der ersten geziemenden Gelegenheit den Mr. Fair-service mit einem blutigen Kopfe zu überraschen. Sein Freund ver-rieth seine Meinung blos durch ein:Ei, ei!" undJst's so?" unddergleichen Ausdrücke des Antheils, bis er endlich eine längere Be-merkung machte, die ich nur aus meines getreuen Wegweisers Ant-wort abnahm.Meine Meinung soll ich ihm sagen, verlangt Ihr?Da wär' Andrew wohl ein Narr! Er hat den Teufelim Leibe, Sir!