3 w a n ; i g st e s
Kapitel.
Es erfüllt mit Grauen
lind Schrecken ,»einen scheuen Blick; die Gräber,
Des Todes dunkle Hallen, sie sind so kalt,
Und Frost befällt mein bebend Herz.
Die trauernde Braut.
Ungeachtet der Ungeduld meines Führers, mußte ich doch nocheinige Minuten verweilen, um das Aeußere des Gebäudes zu be-trachten, das nun in der Einsamkeit, die es umgab, noch ehrwür-diger erschien. Die bis jetzt offen stehenden Thüren waren geschlos-sen, nachdem sie die Menschenmenge gleichsam verschlungen hatten,die erst auf dem Kirchhofe sich drängte, doch nun im Innern desGebäudes, wie die Stimmen des schwellenden Chorgesanges unsverkündeten, zu feierlicher Andacht beisammen war. Der Ton sovieler Stimmen, durch die Entfernung in eine Harmonie vereintund frei von jenen rauhen Mißklängen, die das Ohr in der Nähebeleidigen, verschmolzen mit dem Murmeln des Baches und demWinde, der durch die alten Föhren rauschte, erregte in mir dasGefühl der Erhabenheit. Die ganze Natur wie aufgerufen durchden Psalmisten, dessen Lieder sie sangen, schien vereint den feier-