188
Ich überließ ihn daher seiner üblen Laune, und gab mir seinetwe-gen keine Mühe weiter.
Aufdiesen Fuß stand ich mit der Familie in Osbaldistonc-Hall;doch muß ich noch eines andern Bewohners erwähnen, mit welchemich mich gelegentlich unterhielt. Dies war Andrew Fairservice,der Gärtner, welcher (seit er entdeckt halte, daß ich Protestant war)mich selten vorübergehcn ließ, ohne mir seine schottische Dose zu einerfreundlichen Prise zu bieten. Diese Höflichkeit war für ihn von meh-reren Vortheilen begleitet. Erstlich kostete sie nichts, weil ich nieschnupfte, und zweitens gewährte sie dem Gärtner, der kein beson-derer Freund von schwerer Arbeit war, einen vortrefflichen Vor-wand, seinen Spaten einige Minuten aus die Seite zu legen. VorAllem aber fand Andrew in diesen kurzen Unterredungen eine Gele-genheit, gesammelte Neuigkeiten mitzutheilen, oder den spötti-schen Bemerkungenscincrscharfen schottischen LauneLuft zu machen.
„Sir, ich war," sagte er mir eines Abends mit offenbar über-ladenem Verstände, „heute unten auf dem Trinkgyhügel."
„Gut, Andrew, und Ihr habt wahrscheinlich im Bierhause et-was Neues gehört?"
„Nein, Sir; in's Bicrhaus geh' ich nie — das heißt, — esmüßte mich denn ein Nachbar mit einer Pinte oder dergleichen trak-tiren; aber auf eigne Kosten dahin zu gehen, halte ich für Ver-schwendung der köstlichen Zeit und des sauer erworbenen Geldes. —Ich war im Dorfe, wie ich gesagt habe, wegen eines besvndern Ge-schäftchens mit Mattie Simpson, die einen odcr'n Paar Birn-bäume braucht, welche im Herrcnhause nie vermißt werden, undals wir im vollen Handel waren, wer kommt da herein — Pate Ma-cready, der reisende Kaufmann."
„Hausirer, meint Ihr vcrmuthlich?"
„Wie Ew. Gnaden ihn zu nennen belieben; aber es ist ein ehr-licher Berus, und lange bei unserm Volke gebräuchlich gewesen.