so oft er an eine» Nachbar schreiben, oder mir einem Pachter sich be-rechnen wollte, und war ihm in so fern-nützlicher, als einer seinerSöhne; allein ich fühlte mich nichr geneigt, ihn ganz der Führungseiner Angelegenheiten zu entheben, so daß der gute Ritter zwar zu-gab, der Wetter Frank sei ein wackerer, behender Bursche, gewöhn-lich aber gleich daraufzu bemerken pflegte: er hätte nichr geglaubt,daß er Rashleigh so sehr vermissen würde.
Da cs besonders unangenehm ist, in einer Familie zu leben,wenn man mit einem Theile derselben in feindlichem Vernehmensteht, gab ich mirMühe, die Abneigung zu besiegen, welche meineVettern gegen mich hegten. Ich vertauschte meinen Tressenhut mireiner Rcitmütze, und machte einige Fortschritte in ihrer guten Mei-nung; die Art, wie ich ein junges Pferd zuritt, brachte mich in ih-rer Gunst noch weiter. Ein Paar zu gelegener Zeit gegen Richardverlorene Wetten, und eine Ertra-Gesundheit, die ich Percivalzutrank, setzte mich endlich auf einen guten vertraulichen Fuß mitAllen, Lhorncliff allein ausgenommen.
Ich habe bereits erwähnt, wie wenig mich dieser junge Menschleiden konnte, der etwas mehr Verstand, aber auch einen weitschlimmeren Charakter hatte, als seine Brüder. Mürrisch, tückischund zänkisch, hielt er meinen Aufenthalt im Schlosse für etwas Aus-gedrungenes, und sah mit neidischen, eifersüchtigen Blicken meineFreundschaft mit Diana Vernon, welche nach einer gewissen Fami-lien - Uebereinkunst zu seiner Braut bestimmt war. Daß er sieliebte, läßt sich kaum behaupten, wenigstens nicht, ohne diesenBegriff sehr unrichtig anzuwenden; allein er betrachtete sie als et-was ihm Angehörcndcs, und ärgerte sich innerlich, daß manihm in den Weg trat, ohne zu wissen, wie er es verhüten oder ver-hindern könnte. Ich versuchte mehrmals einen versöhnenden Tongegen ihn, doch er erwiderte mein Entgegenkommen so freundlich,wie ein knurriger Schäferhund, den ein Fremder liebkosen will.